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Aktuelle Meldungen und Berichte

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02.05.2017

Apropos "Bürgerbeteiligung"

Zahlreiche - nein, eigentlich alle - Hamburger Bürgerinitiativen sind mit ihren Forderungen für den Erhalt von Naturarealen in unserer Stadt kläglich gescheitert. Haben Sie es denn nicht redlich versucht? Doch, das haben sie. Hatten sie denn keine Argumente? Doch, die hatten sie. Haben sie denn keine Bürgerbegehren gemacht und wenn doch, haben sie dann die erforderlichen Quoren nicht erreicht? Doch, das haben sie. Gibt es denn kein von der Stadt in Auftrag gegebenes Klimagutachten, das ihnen Recht gibt? Doch, das gibt es. Gibt es denn keinen rot-grünen Koalitionsvertrag, der die Stadtnatur angeblich schützen soll? Doch, den gibt es. Er ist nur das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt ist.

Wie kann es sein, dass Bürger, sobald sie politisch aktiv werden, die Erfahrung machen, dass sie - abgesehen von einigem öffentlichem Aufsehen - im Grunde nichts bewegen können, dass politische Absprachen und Seilschaften anscheinend stärker sind als sachliche Argumente und dass Bürgerbeteiligung von städtischer und bezirklicher Seite offenbar als Unterrichtung der Bürger über Vorhaben verstanden wird, die längst im kleinen Kreis beschlossen wurden?

Eine Antwort liefert unter Umständen ein aktueller Beitrag im Online-Magazin Telepolis vom 29.04.2017. Darin wird der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler Hans Herbert von Arnim interviewt, der in seinem Buch "Die Hebel der Macht und wer sie bedient - Parteienherrschaft statt Volkssouveränität" die "Selbsterosion der Demokratie in Deutschland" beschreibt: von der Demokratie hin zu einer Art "Parteienabsolutismus". Parallelen zwischen Bundes- und Kommunalpolitik sind dabei unübersehbar.

Von Arnim: "Zwar wird in Deutschland ständig gewählt: auf einer der vielen Ebenen unseres in Deutschland eingebetteten föderalistischen Gemeinwesens mit kommunaler Selbstverwaltung. So entsteht der Eindruck, die Bürger hätten unheimlich viel zu sagen. In Wahrheit aber haben sie kaum eine Wahl. In einem schleichenden Prozess betreiben Regierung und Opposition gemeinsam zunehmend eine Politik über die Köpfe der Menschen hinweg."

Damit die Abgeordneten nicht weiter in einer scheinbaren "Einigkeit der Demokraten" politische Kartelle bilden und so - "unter weitgehender Ausschaltung der Kontrolle durch Opposition und durch Öffentlichkeit - ihre Interessen an Macht, Posten Geld und Status" durchsetzen, schlägt von Arnim eine Stärkung direkter Demokratie vor. Nur diese könne eine Umkehr bewirken. Von Arnim: "Wichtig dabei ist, dass die Initiative zu direkt demokratischen Entscheidungen von unten erfolgt. (...) Es bedarf allerdings der Einübung in direkte Demokratie über längere Zeit, damit Bürger, Medien, Parteien und NGOs sich daran gewöhnen und politisch reifen können."

Den gesamten Artikel finden Sie hier.
30.04.2017

Wie viele Bäume?

Das Abendblatt berichtet über Pläne des Nabu, einen Volksentscheid zum Grünraum-Erhalt auf den Weg zu bringen. (Wie es im monarchischen Hamburg um Bürgerbeteiligung, Bürgerentscheide, Volksentscheide usw. bestellt ist, wissen wir leider.)

Es freut uns, dass die etablierten Umweltverbände das laut fordern, wofür zahlreiche Hamburger Bürgerinitiativen seit Jahren kämpfen. Denn der Grünflächenfraß grassiert schon seit Jahren in unserer rot-grün regierten Stadt. Auch die Forderung des Nabu, eine Art "Bestandsschutz" für die bestehenden Grünareale, halten wir für sehr gut. Jetzt müssen allerdings Taten folgen. Nach unserer Erfahrung waren die etablierten Verbände in der Vergangenheit nicht konsequent genug. Pressemeldungen und Foto-Ortstermine vor bedrohter Grünkulisse reichen nicht aus, um etwas zu bewegen!

Der Nabu-Vorsitzende Porschke im Abendblatt: "Einzeleingriffe werden bagatellisiert, aber es ist die Summe der Teile, die zum Problem geworden ist." Gerade hier im Bezirk Nord sehen wir dies ganz deutlich: Mit den Bauprojekten Alter Güterbahnhof, Pergolenviertel und Busbetriebshof Gleisdreieck wurden mehr als 300 Gärten planiert und versiegelt, wurde ein Wald nach Bundeswaldgesetz gerodet. Barmbek-Nord verliert nicht nur massiv Grünareale, sondern der dicht bebaute und sehr verkehrsreiche Stadtteil (u.a. Ring 2) wird gerade durch einen geschlossenen Bebauungsriegel samt 5m-Lärmschutzwand vom verbleibenden Grün des Stadtparks regelrecht abgeschottet. Jeder einzelne Eingriff für sich genommen ist schon schlimm, aber zusammengenommen ergibt sich eine völlig neue Qualität, im negativen Sinn. Natürlich reiht sich hier auch das Dieselstraßenland ein.

Was in dem Artikel sehr verwundert, ist die mit nicht einmal 3000 viel zu niedrig angesetzte Zahl der Baumfällungen seit 2011. Denn in etwa diese Zahl - 2800 bis 3000 Bäume - ist allein für das Bauprojekt Busbetriebshof Gleisdreieck gefällt worden. Und ebenfalls allein in der "Fällsaison" 2015/2016 hat es zahlreiche weitere großangelegte Abholzungen gegeben, u.a. an der Tarpenbek, in Langenhorn, in Barmbek/Alsterdorf für das Bauprojekt "Pergolenviertel". Eine Schätzung unserer Initiative auf der Basis von Bebauungsplänen und Ortsbegehungen hat ergeben, dass allein in 2015/16 ganze 6000 alte Bäume in unserer Stadt gefällt worden sind - die Fällungen an Bahndämmen nicht mitgerechnet!
09.02.2017

Wie geht es weiter mit dem Dieselstraßenland?

Informationen aus der Veranstaltung vom Do, 09.02.2017 um 18:30 Uhr im Gemeindesaal St. Gabriel:

Anwesend: Mitarbeiter der StEG mbH, Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG): Frau Nikodem und Herr Singh, Bezirk Nord: Herr Rösler, Frau Wehrmann, BVE: Herr Finke, ca. 50 AnwohnerInnen und KleingärtnerInnen.

Alle hier wiedergegebenen Aussagen, die nicht durch Anführungszeichen als direkte Rede gekennzeichnet sind, stellen keine wörtlichen Zitate, sondern eine sinngemäße Wiedergabe des Gesagten dar!

Herr Finke: Alle Hainbuchen am Wittenkamp sollen gefällt werden, um dort Parkplätze einzurichten. Der BVE sei verpflichtet, dies umzusetzen, gefordert habe es die Finanzbehörde, mit der ein entsprechender Vertrag bestehe.

Frau Nikodem: Die mit unbekannten Stoffen verfüllten ehemaligen Schleppkanäle werden mindestens komplett entleert, und zwar auf voller Länge. Dies findet auch dort statt, wo später ein Teil der Kleingärten liegen soll. Ob auch die unterirdischen Bauwerke zurückgebaut werden, ist noch nicht klar. Eventuell verbleiben sie einfach im Boden.

Einen richtigen Investor für das Baufeld 2 gibt es offenbar noch nicht. Es wurde "lose" der Name SAGA genannt und war auch auf einer Folie zu lesen, aber das scheint noch nicht wirklich fest zu sein.

Frage: Warum gibt es für Baufeld 1 nur 90 unterirdische Parkplätze? Herr Finke: Laut dem neuen "Bauvereinfachungsgesetz" müssten wir überhaupt keine unterirdischen Stellplätze bauen. 90 Parkplätze sind für das Gebiet schon sehr viel, da auch nicht die ganze unterirdische Fläche für Tiefgaragen nutzbar ist.

Frage: Inwieweit ist in die Planungen eingeflossen, dass die Kleingärtner vernünftig umziehen und z.B. ihre Hütten behalten können? Frau Nikodem: Das ist Sache des Landesverbands der Kleingärtner.

Frage: Mit der Bebauung ist der Verlust des Vereinsheims des Kleingartenvereins verbunden, was ein schwerer Rückschlag für den Verein ist. Die Kleingärtner verlieren viel, was sich nicht ersetzen lässt. Wird die Stadt - der LIG - die Gartenfreunde und damit das ganze Viertel diesbezüglich unterstützen? Frau Nikodem: Weiß ich nicht.

Zeitplan Baufeld 1 (alter BU-Platz):
Baubeginn Tiefbau: Sommer 2017
Baubeginn Hochbau: Ende 2017
geplante Fertigstellung: Sommer 2019

Zeitplan Opernfundus:
Halle in Rothenburgsort wird ca. Anfang 2018 fertig sein.
Umzug Opernfundus in der Spielpause Sommer 2018.
Beginn Abbrucharbeiten Opernfundus August 2018. Die Zu- und Abfahrt von Schutt und Abraum soll über die Steilshooper Straße erfolgen (also wohl über den kleinen Langenfort).

Oktober 2017-Februar 2018 aber schon erste Vorbereitungen (?) auf dem Gelände vorgesehen

Viele Fragen bleiben weiterhin offen. Die immer weitere Verdichtung direkt neben der viertgiftigsten Straße Deutschlands ergibt immer noch keinen Sinn, ebensowenig wurden stadtklimatische Wechselwirkungen mit den anderen Vernichtungen von Naturflächen und immer dichterer Bebauungen berücksichtigt. Es wurde irgendetwas von Ausgleichspflanzungen geredet, aber das war völlig indifferent. Niemandem war klar, was wann wie und in welchem Umfang als Ersatz gepflanzt wird. Und vor allem wo. Na ja, irgendwo in Schleswig Holstein wird sich sicher noch ein Acker finden lassen, auf dem man ein bisschen Baumschulware verteilen kann...das kennen wir ja und kontrollieren tut es eh keiner. Schade ist auch, dass die Kleingärtner weiterhin ins Ungewisse schauen.


04.02.2017

Kurzes Resümee der Jahre 2014-2016

Was ist in dieser Zeit geschehen? Was haben wir gelernt (bzw. was hat man uns beigebracht)? Wo stehen wir jetzt?

Mit dem Bebauungsplan Barmbek Nord 11 soll ein weiteres Gartenidyll in Hamburg Nord zerstört werden. Einwendungen der Anwohner wurden vom Bezirk arrogant abgeschmettert. Damit die BürgerInnen mit ihren sachlichen Fragen den Behörden nicht weiter zur Last fallen und damit sie etwas haben, wo sie wirkungslos Dampf ablassen können, hat der stadteigene Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (Slogans "Auf Hamburg bauen" und "Wir haben die Grundstücke"), der offenbar die treibende Kraft hinter Barmbek Nord 11 ist, eine aalglatte PR-Firma mit der "vorhabenbegleitenden Kommunikation" beauftragt; freundliche Leute, deren Aufgabe es ist, die vollendeten Tatsachen an die Anwohner zu verkaufen. Das Bauvorhaben wird ohne jegliche Bürgerbeteiligung durchgezogen, dafür werden die Anwohner mit bunten Werbeflyern und schön gestalteten Bauzäunen zum besten gehalten. Der Bezirk Nord hält brav die Füße still, die Bezirksmehrheit von SPD und sog. "Grünen" agiert ganz im Sinne des Senats seiner Majestät.

Was sind denn schon gesunde Atemluft, ein lebenswertes Wohnumfeld, über Jahrzehnte gewachsene soziale Strukturen, die Bedürfnisse einiger Tausend Anwohner und deren Vertrauensverlust in funktionierende demokratische Strukturen unserer Stadt gegen ein Stück Bauland, das mit einem Schlag Millionen Euro bringt und einen oder zwei Investoren sehr, sehr glücklich machen wird?

Gegen die "Wohnungsnot" (die in Wahrheit nur eine Preisnot ist) werden all die geplanten Bauten nichts ausrichten, denn die Sozialbindung beträgt nur lächerliche 15 Jahre! Danach ist es schlagartig vorbei mit den günstigen Mieten. Hamburg wird immer grauer, während die derzeitige Wohnungsbaublase dazu genutzt wird, eifrig Geld zu scheffeln. Das geschieht auf Kosten der Grünflächen unserer Stadt und damit natürlich auf unsere Kosten und die unserer Kinder.

Das Beispiel Dieselstraßenland zeigt, ebenso wie die Fälle in den benachbarten Gartengebieten, dass die Bürger alles zu dulden und nichts zu melden haben. Anstatt mit den zuständigen Behörden haben sie es mit landeseigenen Betrieben und deren Subunternehmen zu tun. Bürgerbegehren werden gar nicht mehr in Angriff genommen, weil sie ja eh - sofort oder im Nachhinein - für "unzulässig" erklärt werden. Die Einheitsgemeinde Hamburg macht es möglich. Die Bezirksverwaltungen sind nur verlängerte Arme des Senats und direkte Demokratie - obwohl auf Bezirksebene vorgesehen - ist gar nicht möglich, es sei denn vielleicht, es passt den richtigen Leuten in den Kram.

Über viele Jahre hat sich die Bürgerinitiative dafür eingesetzt, dass die Bebauung so geschieht, dass alle Gärten und der Charakter des Gebiets erhalten werden. Das wäre kein Problem, wenn die Baukörper mittig angeordnet würden. Es wäre der geringste Eingriff in das Gebiet. Die neuen Häuser entstünden dort, wo jetzt die riesigen Hallen des Opernfundus stehen, samt einer eigenen Wohnstraße parallel zur Dieselstraße und zum Ivensweg. Eine Verbindung der Quartiere Ivensweg und Dieselstraße mittels einer Verlängerung des Wittenkamps als Fuß- und Fahrradweg wäre problemlos möglich und könnte sogar unter Erhaltung des schönen, alten Baumbestandes erfolgen. Doch die Pläne standen von Anfang an fest. Noch immer werben wir für die beschriebene Alternative, die den Bau von Wohnungen ermöglicht, ohne den Charakter des Viertels, die Gärten und die alten Bäume zu zerstören.

Warum wurde diese schon 2011 vorliegende Alternative von den Planern nie in Betracht gezogen? Geht es darum, Kosten zu sparen, weil dies bedeuten würde, dass die unterirdischen Altlasten komplett entsorgt werden müssten? Anders gefragt: Wenn ein Großteil der Gärten, die noch übrig bleiben, in diese Mitte ziehen soll, werden die Altlasten dann überhaupt komplett entsorgt? Oder werden einfach 1,5 Meter Erde draufgekippt und der riesige Sarg aus Stahlbeton, dessen Inhalt bis heute ungeklärt ist, soll im Boden verbleiben? Sollen so die erheblichen Erschließungskosten des Gebiets eingespart werden, indem man die Kleingärten einfach als Deckel auf den Kriegsschrott setzt?

Anfang Februar wurde nun vermeldet, dass der Opernfundus in der Sommerpause 2018 umziehen soll und dass dann gleich mit dem Abriss begonnen werden soll. Das würde bedeuten, dass die Gärten zum Ende 2018 gekündigt werden könnten. Vielleicht geht der LIG aber auch hier wieder auf Nummer sicher und kündigt schon einmal ein Jahr vorher. Die Kleingärtner sollten auf jeden Fall darauf bestehen, ihre Flächen so lange wie möglich nutzen zu können. Eine Kündigung kann gemäß aktueller Rechtsprechung erst dann erfolgen, wenn auf der Fläche der Gärten konkrete Bauvorbereitungen getroffen werden und bereits ein Investor feststeht. Darüber ist aber noch nichts bekannt.
07.01.2017

Zitat des Monats

Bürgerdialog Schriftliche kleine Anfrage 21-07283

Die schriftliche kleine Anfrage 21-07283 und die Antwort des Senats zur Situation von Kleingärten in Hamburg sind sicher bald hier im Volltext zu finden.
01.01.2017

Silvester: Klimaschutzverband demonstriert und kritisiert Baupolitik auf Klimaachsen

Die folgende Mitteilung erreichte uns heute vom Hamburger Landschafts- und Klimaschutzverband:

HLKV demonstriert gegen Bebauung von Klima- und Kaltluftachsen in Hamburg Am Sylvesternachmittag bewegte sich ein langer Zug von mehr als 120 Demonstranten schweigsam den Hummelsbütteler Müllberg hinauf. Auf der Bergkuppe hatten Dr. Dressel, Dr. Stoberock (beide SPD) zum "kleinen Gipfeltreffen" mit Sekt und Berlinern geladen. Dabei hätten sie keinen geschmackloseren Ort für Ihren Jahresausklang wählen können.

Von der Bergspitze hat man einen wunderbaren Blick über die unverbaute Klimaachse der Hummelsbütteler Feldmark. Das allerdings zum letzten Mal, denn auf Betreiben der Regierungskoalition wurde kurz vor Sylvester der Bauantrag für den Rehagen genehmigt, so dass pünktlich zum 2. Januar mit den Zerstörungsarbeiten begonnen werden kann. Auch das Baufeld "Wildes Moor" ist von dort oben besten zu sehen.

So zeigten die Demonstranten Ihre Empörung über die ausgelassen Stimmung der SPD Delegation. Deutlich machten sie, dass die Wortbrüchigkeit der SPD nicht akzeptiert wird. Der erste Bürgermeister hatte noch kurz vor den letzten Wahlen versichert, Klimaachsen als grüne Lungen Hamburgs von Bebauung freizuhalten und dies auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Dres. Dressel und Stoberock wurden aufgefordert, die Bebauung unverzüglich zu stoppen und stadtplanerisch durchdachte Wohnbaulösungen außerhalb für ganz Hamburg wichtiger Landschaftschutzgebiete zu schaffen. Auch waren die Demonstranten sehr erbost, dass die SPD, die in diversen Bürgerbegehren und in der Volksinitiative "Hamburg für gute Integration", zigtausendfach von den Wählern geforderte Freihaltung von Landschaftsschutzgebieten komplett ignoriert.

HLKV demonstriert gegen Bebauung von Klima- und Kaltluftachsen in Hamburg Sabine Bartel, Vorstand Verein zur Erhaltung der Hummelsbütteler Feldmark, übergab nach einer Ansprache an Dr. Dressel den Forderungskatalog des Vereins. "Zerstören Sie nicht Hamburgs Klima, setzen Sie sich für die Erhaltung der Klimaleitbahnen ein und sorgen Sie damit für eine gesunde und lebenswerte Stadt." Sie sagte weiter: "Wohnbau ist wichtig. Dieser darf aber nicht die Lebensgrundlagen vernichten." Niels Hanßen, Vorstand des HLKV, machte deutlich, dass der Senat über ein Sondergesetz gerade an vielen Orten in ökologisch und klimatisch bedeutsame und geschützte Gebiete eindringt und die damit verursachten Schäden nur lokal bewerte. Er forderte Dr. Dressel auf, alle Bauvorhaben und -planungen auf Klimaachsen unverzüglich zu stoppen und vor Weiterführung deren Auswirkungen gesamtheitlich auf das Stadtklima analog zum Klimawandelszenario 2050 zu prüfen.

Die Kosten eines Baus gehen über die reinen Baukosten hinaus, wenn dieser direkt zur Verschlechterung der ohnehin schlechten Luftqualität und des Klimas der Stadt führt. "Es drohen konkret die Zunahme von Atemwegs- und Kreislauferkrankungen. Wenn dann noch die negativen klimatischen Effekte solcher Bauvorhaben wie z.B. Zunahmen von Starkregen und Tornados eingepreist werden, kann diese Baupolitik kein Bürger ernsthaft sehenden Auges akzeptieren", macht Dr. med. Alexandra Fontaine, Vorstand des HLKV deutlich.

Der HLKV fordert die Auflehnung aller Hamburger gegen dieses unheilvolle Gebaren des Senats!
20.11.2016

Für einen lebenswerten Hartzloh!

Die Bürgerinitiative Dieselstraßenland unterstützt die Initiative für einen lebenswerten Hartzloh.

U5 Hartzloh Hochbahn Haktestelle Irrsinn Barmbek Nach dem Kahlschlag des Gleisdreiecks Alsterdorf, "Hamburgs großartigster Wildnis" (Prof. Dr. Poppendieck) im Februar 2016, gerät die Hochbahn erneut in die Kritik: Beim - für sich genommen sinnvollen - Bau der U5, der die Anbindung Bramfelds und Steilshoops an den ÖPNV verbessert, wollen die Planer auch eine Station Hartzloh einrichten. Dabei stößt vor allem das Wie auf Unverständnis bei den Anwohnern.

Bei näherem Hinsehen erscheint es den Ortskundigen unglaublich, wo und wie die Planer diese Station entstehen lassen wollen. Die Hartzloh-Gegend ist ein liebenswertes Ensemble aus gemütlichen Wohnhäusern, dem Bürgerhaus, einem Kindergarten, einer Kirche, einem großen Spielplatz. Das Ganze wird durchzogen von verkehrsberuhigten Wegen und kleinen Grünstreifen mit parkähnlichen Bereichen. Ein wirklich lebenswerter Ort, der durch die Umsetzung nachhaltig verändert würde - und zwar zum Nachteil, wenn man die Anwohner fragt. Und damit ist nicht nur die Baugrube gemeint, die jahrelang direkt in der kleinen Straße Hartzloh klaffen würde, direkt gegenüber vom Wochenmarkt und dem ältesten Geschäft am Ort, der Buchhandlung, über deren Eingang bis vor kurzem noch der den Anwohnern wohlbekannte Schriftzug "Recht-Ullrich" prangte.

Wer die Seiten der Initiative besucht, merkt sofort: Hier sind keine "NIMBYs" am Werk, hier wird nicht gemauert, sondern hier ist nahezu ein ganzes Viertel ernsthaft in Sorge um ein Kleinod, das von den Anwohnern sehr geschätzt und geliebt wird. Wer weiterliest, stößt schnell auf konstruktive Vorschläge zu einem nur leicht veränderten Streckenverlauf, der die Probleme nicht nur abmildern würde, sondern auch insgesamt sinnvoller erscheint als der derzeitige Entwurf der Hochbahn.

Zeichnet sich hier - nach den Naturzerstörungen im Pergolenviertel, im Gleisdreieck und an der Tarpenbek - ein weiterer Planungsirrsinn im Bezirk Nord ab? Wird wieder ausschließlich Investoreninteressen der Vorzug gegeben und werden die Sorgen der Bürger ein weiteres Mal ignoriert?

Oder wird es hier endlich einmal einen echten Dialog geben, der nicht bloß als Mitmachfalle konzipiert ist? Dem Hartzloh-Viertel wäre es sehr zu wünschen.

Hier gelangen Sie zur stets aktuell gehaltenen Website der Intiative!
25.08.2016

17.09.2016, 12 Uhr, Rathausmarkt: Demo gegen so genannte "Freihandelsabkommen"!

Ralf Beck von Mehr Demokratie e.V.:
"CETA ist ausverhandelt. Die EU-Kommission will den Vertrag vorläufig anwenden. Dann treten große Teile des Vertrages schon in Kraft, obwohl die nationalen Parlamente noch gar nicht zugestimmt haben. Wir Bürgerinnen und Bürger werden ohnehin nicht gefragt.

Noch ist es nicht zu spät. Am 19. September entscheidet die SPD auf einem Sonderparteitag, wie sie zu CETA steht. Zwei Tage vorher gibt es Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München und Leipzig. Sieben auf einen Streich! Zeigen wir Merkel und Gabriel, was wir von den Freihandelsabkommen halten.

Bitte helfen Sie mit! Je mehr Menschen demonstrieren, umso deutlicher kann ein Zeichen gegen CETA gesetzt werden. Kommen Sie zur Demo in Ihrer Nähe und helfen Sie vorab bei der Mobilisierung!"

Aufruf zur Demo von Mehr Demokratie e.V.
19.08.2016

Eine Behausung macht noch kein Zuhause

Bettina Sattler-Holzky, die ihre Kindheit im Dieselstraßenland verlebte, hat ihrer alten Heimat einen Besuch abgestattet. Über ihre Eindrücke hat sie einen sehr lesenswerten Artikel verfasst, der auf Wochenblatt online verfügbar ist:
Abschiedsbesuch in einem sterbenden Idyll? Zu Besuch im "Dieselstraßenland"


Dabei hat die Verfasserin die emotionalen Zwischentöne sehr schön getroffen. Denn abseits von Kennziffern und Kosten-Nutzen-Rechnungen geht noch viel mehr verloren, wenn Menschen der Überformung ihrer Lebenswelt ohnmächtig zusehen müssen, als das, was sich mit Händen greifen lässt,.

Wir gestalten unser Umfeld selbst und machen es uns damit zueigen - so, wie wir auch die eigene Wohnung einrichten. Wir sind in unsere Umgebung eingebunden, sie enthält Merkzeichen der Kindheit, sie verbindet uns mit unseren Wurzeln und das "erdet" uns. Diese Identität stiftenden Funktionen unserer Lebenswelt werden in Bebauungsplänen nicht erfasst.

Vergleicht man den Artikel von Frau Sattler-Holzky mit den Abwägungstabellen zu einem Bebauungsplan oder anderen Stellungnahmen des Bezirks, dann wird deutlich, wie unvollständig die Welt in letzteren abgebildet wird. Der psychosoziale Schatz, der bei der Masse der auf diese Weise geplanten Bauprojekte verloren geht, kann nicht in Euro ausgedrückt werden, ist aber immens.

Die derzeitige Praxis der Stadtplanung als Gleichmacherei führt zu einer Entfremdung der Menschen von ihrer Lebenswelt. Dies macht den Unterschied aus zwischen einem Heim und einer Heimat, zwischen einer Behausung und einem Zuhause.
25.07.2016

Gegen jedes Recht - Bebauung von Landschaftsschutzgebieten in Hamburg

Rot-Grün geht es in der Hummelsbütteler Feldmark nicht um Integration und Flüchtlinge, sondern um die langfristige Vereinnahmung von Naturschutzflächen für den Wohnungsbau.

Ähnlich äußert sich der CDU-Abgeordnete Buse gegenüber dem Abendblatt, das über diesen weiteren Tabubruch unserer "Umwelt- und Sozialparteien" berichtet. Wir sehen das ganz genau so und erkennen die Parallele zum Ausverkauf der Hamburger Kleingärten. Auch diese werden ja seit Jahren immer mehr geopfert. Was soll als Nächstes kommen? Die Initiative Dieselstraßenland veurteilt die systematische Vernichtung unserer Stadtnatur, um sie an Privatunternehmen zu verkaufen. Die Privatisierung führt zum Verlust unserer letzten Stadtnatur-Flächen und lässt die Mieten steigen. Es gibt Hamburger, die genau hinschauen, die verstehen, was hier passiert und die es sicher nicht bis zur nächsten Bürgerschaftswahl vergessen haben werden.

Bitte lesen Sie den Artikel im Abendblatt über die Bebauung der idyllischen Feldmark - und dann schreiben Sie gern eine formlose Eingabe an die Hamburgische Bürgerschaft.
15.07.2016

Tornados über Hamburg: Klimaforscher Latif warnt vor weiteren Extremwetter-Ereignissen

Der Klimawandel erreicht die Städte, extreme Wetterereignisse beginnen sich zu häufen. Der Tornado, der jüngst über den Bezirk Wandsbek gefegt ist, ist nur ein hervorstechendes Beispiel dafür. Andere Ereignisse sind starke und lang anhaltende Regenfälle, aber auch extreme Hitzetage und Nächte mit tropischen Temperaturen. Die "innerstädtische Nachverdichtung" heizt diese Entwicklung noch weiter an.

Unlängst hat der Deutsche Wetterdienst vor einer deutlichen Zunahme der Hitzetoten gewarnt, vor allem in den Städten. Der renommierte Hamburger Klimaforscher Mojib Latif warnt nun: Die Anzahl dieser Ereignisse wird zunehmen.

Ein Bericht über die Auswirkungen des Hamburger Tornados ist beispielhaft in diesem Bericht in der Hamburger Bild-Zeitung vom Juni 2016 zu finden.

Wie ist dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten? Indem so viel Stadtgrün wie möglich erhalten wird. In der ZDF-Reportage "Abgesägt - Stadtbäume in Not" erläutert Stadtklima-Gutachter Peter Trute anhand von Klimamodellen die einzigartigen kühlenden Eigenschaften von Bäumen und Grünflächen.

Die Bebauung unserer Landschaftsachsen und Kaltluftzonen ist in einer "wachsenden Stadt" also offensichtlich genau der falsche Weg. Es ist uns unbegreiflich, dass unser grünes Kapital privatisiert wird und plattgemacht wird, wenn andererseits zahllose Bürogebäude leerstehen und bereits bestehende Bauflächen seit Jahren brachliegen. Mehr Menschen brauchen mehr Grün, nicht weniger.
27.05.2016

23 000 Bäume weg? Senat will Naturidyll in Altenwerder zerstören

Der Grünfraß geht weiter. Sage und schreibe 23 000 Bäume, eine wichtige Klimaschneise und Lebensräume für zahlreiche Säugetiere, Vögel, Lurche und Wirbellose sollen für Industrie-Lagerhallen vernichtet werden. Die Morgenpost berichtet über die grausamen Pläne:

Lesen Sie hier den Artikel in der Morgenpost.

Altenwerder, Gleisdreieck, Hummelsbütteler Feldmark, Langenhorn und immer mehr Kleingärten sollen schon für die Wohn- und Immobilienblase verloren gehen. Nun greift der Grünfraß auch für Gewerbeflächen um sich. Ein Ende ist nicht in Sicht. Wer das nicht will, der/die schreibe bitte eine Mail an die/den Bürgerschaftsabgeordnete/n seiner/ihrer Wahl. Am besten jetzt gleich.
03.05.16

Reportage "Abgesägt - Stadtbäume in Not" unbedingt ansehen!!

Die Reportage über die Massenvernichtung von Bäumen, Stadtgrün und Kleingärten in Hamburg wurde am 1.5. erstausgestrahlt. Jederzeit kann man sie sich nun online hier ansehen:
ZDF-Mediathek, Reportage "Abgesägt - Stadtbäume in Not"
30.04.16

Massenkahlschlag und planierte Kleingärten in Hamburg: Vorschau zur Reportage in der Sendung "Volle Kanne"

Räumung Kleingärten Hamburg Kleingärtner Pergolenviertel Die kommende Reportage über den Massenkahlschlag in Hamburg (1.5., 14:45 Uhr, ZDF) wurde gestern Vormittag mit einem dreieinhalbminütigen Ausschnitt angekündigt. Den kurzen Film kann man hier in der ZDF-Mediathek ansehen und herunterladen.

Gezeigt wird unter anderem die Räumung von Gärten für das so genannte Pergolenviertel, wo 120 Gärten für immer vernichtet wurden - ohne dass die Stadt sie ersetzt. Stattdessen wurde ein Geldbetrag an den Dachverband der Kleingärtner gezahlt.

Dieses Beispiel soll offenbar Schule machen, denn es gibt allen Ernstes Leute, die die traurige Entwicklung im Pergolenviertel auch noch als "gelungen" bezeichnen. Ob die Kleingärtner, die ihre geliebten Parzellen verlieren, das auch so sehen?

Immer mehr Grünflächen und vor allem Gärten sollen für immer aus dem Stadtbild verschwinden. Warum? Weil die Stadt ihr Tafelsilber verkauft, ach was, verschleudert. Die Kleingärten und Parks sind in den Augen des Geldadels nichts anderes als "unternutzte" Flächen. Ein Grundstück, auf dem man in der derzeitigen Immobilienblase Eigentums- oder Mietwohnungen bauen kann, ist zig Millionen Euro wert. Das ist der Plan, der dahinter steckt: Parks, Grünflächen und Gärten werden Stück für Stück an Investoren verkauft, also privatisiert, versiegelt und bebaut und damit zu Geld gemacht. Deswegen verschwinden die Naturflächen, deshalb sollen auch alle Kleingärten weg. Immer hübsch langsam. So, dass der Protest nicht zu sehr aufbrandet und sich schön verteilt.

Was wird übrigbleiben? Eine graue Stadt, in der man nicht mehr wohnen möchte. Und eine Blase, die irgendwann platzen wird. Die Bevölkerung zahlt die Zeche. Naturschutzvereine renaturieren Fleete und Kanäle, aber sich angesichts des Massenkahlschlags gegenüber Politik und Verwaltung grade zu machen, das ist dann doch zu unangenehm. Dann lieber weggucken, Wohlfühl-Naturschutz machen und noch ein paar Kröten über die Straße tragen. (Nichts gegen Leute, die sich im Tierschutz engagieren. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Untätigkeit der großen Vereine und ihrer Vorstände, die sich offenbar ganz gut darauf eingerichtet haben, lediglich das Feigenblatt zu spielen. Der BUND sei dabei ausgenommen, der macht unter allen noch die beste Figur.)

Eine ebenso große Schande ist es, dass die Kleingärtner sich nicht auf die Hinterbeine stellen. Was ist nur aus den Hamburger Schrebern geworden? War das nicht einmal eine mächtige Gruppe, die Politik beeinflussen konnte? Weit über 40 000 Kleingärtner gibt es - noch - in Hamburg! Doch aus unerfindlichen Gründen schauen auch sie schweigend zu, wie ein Verein nach dem anderen dezimiert wird oder - wie im Fall Pergolenviertel - quasi ganz über die Klinge springt. Wo ist nur die legendäre Standhaftigkeit und Solidarität der Schreber und der Hamburger geblieben, wo nur?
29.04.16

Hamburg "beim Vernichten von Stadtgrün Spitzenreiter"

Bäume und Natur in der Stadt sind mehr als nur Gegenstände. Zum einen, weil es sich um Lebewesen handelt. Zum anderen, weil sie für die körperliche und vor allem die psychische Gesundheit von Menschen eine zentrale Rolle spielen. Eine Autorin hat dies für Deutschlandradio Kultur in einem Artikel sehr prägnant dargestellt. Ein kurzer Auszug daraus:

"Während die einen in der toskanischen Villa am Stadtrand sitzen, werden die, die sich nichts anderes leisten können, an lärmende Ausfallstraßen verbannt. Fäll-Aktionen werden meist nicht oder sehr kurzfristig angekündigt, denn wo immer Bäume verschwinden sollen, reagieren Anwohner mit Gegenwehr. Sie wissen: Der Stadtmensch braucht Grün. Und zwar jeder! Doch seit Jahren fallen die Bäume, als seien sie nichts wert."

Es sind wohl die im Artikel geschilderte Unachtsamkeit, die Scham- und Respektlosigkeit der lebendigen und (individuell wie auch historisch und kulturell) bedeutsamen Mitwelt gegenüber, die diejenigen Menschen fassungslos zurücklassen, die deren Wert kennen, erkennen und zu schätzen wissen.

Den kurzen, aber sehr lesenswerten Artikel von Anette Schneider finden Sie auf den Seiten von Deutschlandradio Kultur.
26.04.2016

Das "Wohnungsbauprogramm" des Senats lässt die Mieten steigen und erhöht die Wohnungsnot

Recht auf Stadt Hamburg Leerstandsmelder Ag mieten Wohnungsbauprogramm Lüge und Mietenwahnsinn Man muss immer wieder daran erinnern: Das so genannte "Wohnungsbauprogramm" des Hamburger Senats macht private Großinvestoren reich und die Bevölkerung arm. Die AG Mieten des Netzwerks "Recht auf Stadt" erläutert dies und erklärt insbesondere, wie es dank des Programms von Rot-Grün dazu kommt, dass es immer weniger Sozialwohnungen gibt.

"Von den erhofften Verbesserungen unter der SPD-Regierung ist nichts zu spüren. Im Gegenteil. Wohnungsbau findet vor allem in den Segmenten statt, die sich nur Menschen aus der oberen Mittelschicht leisten können. Viele Eigentumswohnungen werden gebaut und Wohnungen mit Einstandsmieten von 12 Euro und mehr. Der versprochene Drittelmix (1/3 Sozialwohnungen und 2/3 Wohnungen für den 'freien' Markt und Eigentumswohnungen) wird häufig nicht eingehalten. Und selbst wenn das der Fall wäre, würden dadurch nicht einmal die Sozialwohnungen ausgeglichen, die alljährlich aus der Bindung fallen. (...). Die Politik (...) lässt es auf eine Massenverarmung mit allen Folgen ankommen."

Es werden also jedes Jahr mehr Wohnungen von Sozialwohnungen in "freie" Wohnungen "umgewandelt" als neue Sozialwohnungen gebaut werden. Damit führt das Programm unmittelbar zu einer Verarmung von Schichten mit geringem bis mittlerem Einkommen, während sich Immobilienbesitzer und Bauunternehmer schön die Taschen voll machen können. Das ist in höchstem Maß unsozial und undemokratisch.

Die jetzt neu gebauten Sozialwohnungen sind übrigens nur für schlappe 15 Jahre preisbegünstigt. Danach werden auch sie "frei"... Die wenigen Sozialwohnungen, die neu gebaut werden, sind also in Wahrheit nur ein kurzer Verzögerungsmechanismus für einen dann nur umso krasseren Anstieg der Mieten.
24.04.2016

Giftige Stickoxide in Barmbek Nord

Abgase Stickstoffdioxid und Stickoxide in Habichtstraße Hamburg, Luftverschmutzung Barmbek "Stickoxide schädigen Mensch und Natur. Sie sind giftig und greifen die Atemwege an. Vor allem in den Städten, in denen sich der Autoverkehr ballt, fallen die Stickoxid-Werte hoch aus." (Sueddeutsche Zeitung vom 22. April 2016)

Die Luftmessstation Habichtstraße verzeichnet seit Jahren Werte weit oberhalb des gesetzlich zulässigen Grenzwerts für Stickoxide. Sie befindet sich fast direkt neben dem Schulhof der Schule Tieloh.

Die Ergebnisse von Passivmessungen an der Habichtstraße in 2014/2015 wurden nie veröffentlicht. (Noch höhere Werte an der Ecke Otto-Speckter-Straße?) An der Bramfelder Chaussee dürfte die Belastung vergleichbar hoch sein, vor allem zu den Stoßzeiten. Dennoch wird dort, direkt an der vierspurigen Hauptverkehrsader, eine weitere KINDERTAGESSTÄTTE errichtet.

Die Barmbeker werden schleichend vergiftet, das Bauen aber geht munter weiter. Asthma, Herzkreislauferkrankungen, Entwicklungsschäden bei Kindern - ...wird schon schiefgehen??
22.04.2016

1. Mai: Barmbek Nord und das Dieselstraßenland im ZDF

Bürgerinitiative Dieselstraßenland im ZDF Barmbek Nord 11 Naturschutz Planungswillkür Am Sonntag, 1. Mai 2016 um 14:45 Uhr läuft im ZDF eine Reportage, in der es auch um unser Viertel geht. Gefilmt wurde unter anderem in der Dieselstraße, im Schlicksweg, im Ivensweg und an der Habichtstraße.

Hier gelangen Sie zur Ankündigung in der Mediathek des ZDF (und ab 1.5. auch zum Filmbeitrag selbst).

Wer in Hamburg wohnt, wird viele Stationen der 30-minütigen Reportage wiedererkennen. Gezeigt werden unter anderem das Gebiet um die Dieselstraße, die Vernichtung hunderter Gärten für das geplante "Pergolenviertel" sowie die Massenfällung von 2800 Bäumen im Gleisdreieck Alsterdorf, der so genannten "Obstinsel". Das Beispiel Hamburg wurde stellvertretend für vergleichbare Entwicklungen in ganz Deutschland ausgewählt. Ökologen, Naturschützer und Klimaexperten kommen im Film zu Wort und erläutern die Hintergründe des Phänomens "Grünflächenfraß".

Weitere Informationen zur Reportage des ZDF sowie über Bäume und den Grünflächenfraß in Hamburg finden Sie hier.
22.03.16

Abholzung von Bäumen für Autos, die es nicht gibt

Das Wochenblatt Langenhorn berichtet von einem weiteren bezirklichen Trauerspiel am Ochsenzoll

Dort wurden uralte, das Ortsbild prägende Bäume gefällt, um Platz für ein vor Jahren errechnetes Verkehrsaufkommen zu schaffen, das tatsächlich überhaupt nicht erreicht wird.

Im Zeitungsartikel über die Fällungen am Ochsenzoll kommen auch Anwohner und Aktive der örtlichen Bürgerinitiative Stockflethweg zu Wort.
15.03.16

Das Umweltschadensgesetz - im Bezirk Hamburg-Nord unerheblich?

Das seit 2007 geltende Umweltschadensgesetz beinhaltet einige Regelungen, mit denen die Vernichtung seltener Lebensräume im Bezirk Nord nicht vereinbar zu sein scheint.

Die Naturverluste im Gleisdreieck können nicht einfach am Sanktnimmerleinstag in Schleswig-Holstein "ausgeglichen" werden, sondern sie müssen unmittelbar und möglichst vor Ort kompensiert werden. Es gilt nun zu prüfen, ob die Ausnahmegenehmigungen, die erteilt wurden, um Lebensräume streng geschützter Arten vernichten zu können, gesetzeskonform gewesen sind.

Lesen Sie hier die umfangreichen Informationen des BUND über das Umweltschadensgesetz.
14.03.16

Kahlschlag - auch in Wandsbek!

Bürgerinitiative Beim Farenland Kahlschlag Naturschutz Gutachten Missachten Wandsbek Im Bezirk Wandsbek geht es offenbar nicht weniger katastrophal zu als im Bezirk Nord. Auch dort sind sich Politik, Verwaltung und Investoren anscheinend darüber einig, dass Bürgerrechte und Naturschutz eine Art "kann"-Bestimmung darstellen.

Der Blog der Bürgerinitiative Beim Farenland bringt Beispiele dafür und dokumentiert diese haargenau.

Er ist dazu spannend zu lesen, die Informationen sind hervorragend recherchiert und alles ist sehr übersichtlich dargestellt. Schauen Sie hinein, es lohnt sich!

Bürgerinitiative Beim Farenland über "Baumschutz" in Wandsbek
08.03.2016

Wochenblatt berichtet über Vernichtung von Grünflächen in Hamburg-Nord

Wochenblatt-Artikel Mosaik des Kahlschlags März 2016 Hamburg Nord Zusammen mit dem Abdruck der Karte "Grünflächenfraß 2016 im Bezirk Hamburg-Nord" berichtet das Wochenblatt in seiner aktuellen Ausgabe über die umfangreichen "Vegetationsbereinigungen", die bis Ende Februar stattgefunden haben - und die im Herbst des Jahres leider weiter voranschreiten sollen.

Auszug aus dem Artikel: "Für Mega-Bauprojekte ebenso wie auf kleineren Flächen würden im Bezirk Nord rund 6.000 Bäume in diesem Jahr gefällt. Über 200 Hektar Grünland seien schon planiert oder stünden vor dem Aus. Zur Veranschaulichung haben Anwohner und Vertreter von Bürgerinitiativen eine Karte erstellt. Sie hebt die Grünflächen im Bezirk hervor, die für Bauprojekte bereits planiert wurden oder deren Tage gezählt sind: Die größte Fläche bildet darin der Grünkorridor, der sich vom Gleisdreieck südlich über das künftige Pergolenviertel bis zum größtenteils realisierten Neubaugebiet am Alten Gürterbahnhof erstreckt."

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Online-Ausgabe des Wochenblatts.
24.02.2016

Rettet den Volksentscheid - Jetzt eintragen & im Mai bequem per Briefwahl abstimmen!

Rettet den Volksentscheid direkte Demokratie Hamburg Briefwahl Antrag Mai 2016. Die Bemühungen des Vereins Mehr Demokratie e.V. um die Erhaltung des Volksentscheids in Hamburg verdienen die volle Unterstützung aller Menschen, denen Demokratie und Mitbestimmung wichtig sind. Für den bevorstehenden Volksentscheid kann nun die Briefwahl beantragt werden.

Dafür reicht es aus, die eigene Anschrift anzugeben - das war's! Die Briefwahlunterlagen erhält man dann im Mai automatisch per Post. Das Ausfüllen des Formulars dauert nur ca. eine Minute!

https://www.rettetdenvolksentscheid.de/wordpress/briefeintragung

Seit Dienstag, 23. Februar 2016 gehört die Initiative Dieselstraßenland offiziell zum Trägerkreis für das Volksbegehren "Rettet den Volksentscheid"!
 

22.02.2016

Noch mehr Baumfällungen durch Rot-Grün im Bezirk Hamburg-Nord

"SPD und Grüne lassen jetzt Straßenbäume entlang der Langenhorner Chaussee zugunsten einer überdimensionierten fünfspurigen Autoschneise roden."

Lesen Sie die ausführliche Mitteilung der Initiative Stockflethweg.
20.02.2016

Massenhafte Baumfällungen im Gleisdreieck in vollem Gange

In erschreckendem Tempo werden die Rodungen im Gleisdreieck vorangetrieben, die seit vergangenem Dienstag im Gange sind. Dass der Kahlschlag so schnell begann, macht deutlich, dass die Verantwortlichen alles bereits in die Wege geleitet hatten. Das heißt, wie die Entscheidung ausfallen würde, dürfte einigen von ihnen schon vor der Abstimmung der Bezirksversammlung bekannt gewesen sein.

Natur-Wald im Hamburger Gleisdreieck wird von Baggern und Harvestern gerodet. 2800 Bäume und eine Klimaschutzzone werden planiert und versiegelt. Von den ehemals 2800 Bäumen sind bereits gut über 1000 (!) gefällt worden. Zwei schwere Maschinen sind im Einsatz. Die Bäume fallen tagsüber im Minutentakt, es knackt und knirscht, als würden Knochen brechen. Zahlreiche Tiere haben bereits ihren Lebensraum verloren.

Am Donnerstag, 18.02., fanden sich Anwohner, Aktive mehrerer Bürgerinitiativen und auch Politiker von LINKEN und CDU vor Ort ein, um noch einmal ihren Unmut über den Raubbau an der Natur und die Vernichtung einer weiteren Klimaschutzzone zu zeigen. Von der SPD und den Grünen, die einstimmig für den Kahlschlag gestimmt hatten, war niemand vor Ort.

Ein kurzer Bericht im Lokalprogramm von RTL zeigt die traurigen Bilder.
15.02.2016

Grünflächenfraß im Bezirk Hamburg-Nord - Abholzung von 6000 Bäumen!

Unsere Stadt verändert im Zuge eilig durchgeführter Bauprojekte rasant ihr Gesicht. Veränderungen sind etwas Natürliches, dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden. Wenn dabei aber Naturflächen geradezu leichtfertig planiert und versiegelt werden, wie es aktuell der Fall ist, dann stellt dies ein ernstes Problem dar. Der Grünflächenfraß grassiert in allen Bezirken, doch im Bezirk Nord mit besonderer Härte. Eine Karte zeigt die Vielzahl und die Ausmaße der akuten Kahlschlagprojekte.

Das Gleisdreieck in Alsterdorf, wo ab dieser Woche in einer Hauruck-Aktion 2800 Bäume gerodet werden sollen, ist nur eines von vielen Beispielen für den unverantwortlichen Umgang mit unseren natürlichen Klimaschutzzonen, aber auch mit Refugien für bedrohte und streng geschützte Tierarten. Insgesamt sind, ganz akut, sage und schreibe gut 6000 Bäume bedroht - allein im Bezirk HH-Nord!

Karte Grünflächenfraß im Bezirk Hamburg-Nord. Kahlschlag von 6000 Bäumen geplant!

Die Karte wurde sorgfältig aus frei verfügbaren, offiziellen Dokumenten erstellt. Wenn Sie von einem Gebiet wissen, das in der Karte noch nicht aufgeführt ist oder wenn Sie Korrekturvorschläge haben, dann teilen Sie uns dies gern per E-Mail (dieselstrassenland@gmx.de) mit.

Hier finden Sie weitere Informationen und die jeweils aktuelle Version der Grünflachenfraß-Karte Hamburg Nord.

 

08.02.2016

Den Kahlschlag von 2800 Bäumen im Gleisdreieck Alsterdorf (Hebebrandstraße) jetzt verhindern!

Für mehr als 2800 Bäume, die in Alsterdorf einen kleinen, naturnahen Wald bilden, sieht es gar nicht gut aus. Wenn sie noch gerettet werden sollen, muss JETZT etwas getan werden! Ansonsten werden sie noch im Februar komplett gerodet.

Naturnaher Wald von über 2800 Bäumen inmitten der Stadt Hamburg Gleisdreieck Barmbek Derzeit sind die Hamburger Bürger ohnehin mit einem nie dagewesenen Grünflächenfraß konfrontiert. Aktuell bietet der Fall "Gleisdreieck Alsterdorf" jedoch einen Anlass, diese unerträgliche Entwicklung mit besonderer Vehemenz öffentlich zu kommunizieren.

Dass die Hochbahn genau dort einen Busbetriebshof errichten möchte, wo 2800 Bäume einen einzigartigen Wald inmitten der Stadt bilden, obwohl es in der Nähe ein weiteres passendes Gebiet gäbe, das zusammen mit dem schon bestehenden Betriebshof Mesterkamp die gleiche Kapazität erreichen würde, ist für viele Menschen unerträglich. Diese machbare Alternative wird von Rot-Grün jedoch offenbar kategorisch abgelehnt, wie eine Anhörung am 1.2. im Bezirksamt Nord zeigte (siehe den Bericht dazu weiter unten auf dieser Seite).

Kurz zum Hintergrund und der Bedeutung des Waldes im Gleisdreieck: Das 10 ha große Areal konnte sich innerhalb von knapp 40 Jahren ohne menschliche Eingriffe zu einem naturnahen Wald entwickeln. Die lokalklimatischen Funktionen des Gebiets sind ebenso wichtig wie seine luftreinigenden und ökologischen Funktionen. Die dichte Bebauung und die hohe Schadstoffbelastung der Luft in der Gegend sind bekannt (u.a. Luftmessstation Habichtstraße in der Nähe). Zusammen mit den 330 Gärten der Vereine "Heimat" und "Barmbeker Schweiz", die am 30.11.15 gekündigt wurden (und deren ca. 1000 Bäume in diesen bereits Tagen gerodet wurden und werden!), bildet/e das Gleisdreieck bisher eine grüne Landschaftsachse mit dem nordöstlich gelegenen Ohlsdorfer Friedhof und dem südwestlich gelegenen Stadtpark. Diese Achse soll nun zerstört werden.

Termin 11.02.16 Bezirksversammlung Hamburg Nord zum Gleisdreieck Alsterdorf-Ohlsdorf Bereits am Donnerstag, 11.02.2016, 18 Uhr, wollen die Fraktionen von SPD und "Grüne", die mit ihrer Mehrheit die politischen Entscheidungen im Bezirk Nord bestimmen, den entsprechenden Bebauungsplan 'Winterhude 22 / Alsterdorf 22' in der Bezirksversammlung offiziell beschließen - obwohl zentrale Fragen und Kritikpunkte unbeantwortet geblieben sind. Die LINKE und CDU sind bisher klar gegen den Kahlschlag. Ort: Robert-Koch-Straße 17.

Der NABU war schon seit längerem in die Planungen miteinbezogen gewesen. Mitarbeiter Bernd Quellmalz hatte sich dem Wochenblatt gegenüber sehr kritisch geäußert und sich klar gegen die geplante Massenfällung ausgesprochen.

Wie geht es mit dieser Kritik aber nun weiter? 2800 Bäume auf einen Schlag sind wahrlich kein Pappenstiel. Wo bleibt - nun, da die Entscheidung ansteht! - der angemessene AUFSCHREI, den ein solch empörender Raubbau direkt vor unseren Augen auslösen müsste?!

Es wäre hilfreich, wenn diejenigen, die gegen diese Entwicklung sind, ihre Stimmen vereinen würden und am Donnerstag vor Ort wären, um Ihrem Entsetzen Ausdruck zu verleihen.

Es bleibt zu wünschen, dass die Entscheidung am 11.02. nicht getroffen, sondern vertagt wird und ein großes öffentliches Echo dazu führt, dass die Debatte um den Busbetriebshof noch einmal ganz neu entfacht wird - unter adäquater Berücksichtigung der stadtklimatischen und ökologischen Aspekte.

 

02.02.16

Umfangreiche Baumfällungen am Mittwoch in Barmbek

Am Mittwoch, 3.2. soll die Abholzung hunderter Bäume im so genannten "Pergolenviertel" stattfinden. Wahrscheinlich werden ab 13 Uhr auch Presse und Fernsehen vor Ort sein und die Geschehnisse dokumentieren. Das Gelände befindet sich an der ehemaligen Einfahrt zum Gartenbauverein "Heimat" an der Hebebrandstraße, in unmittelbarer Nähe der S-Bahn-Haltestelle Rübenkamp.

Die 330 Gärten der Vereine "Heimat" und "Barmbeker Schweiz" waren im vergangenen Jahr kurzfristig gekündigt worden, was zu harscher Kritik am Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg (LGH) geführt hatte, der den Weg für diese außerordentliche Eil-Kündigung freigemacht hatte. Zuvor war ein eigentlich erfolgreiches Bürgerbegehren mit über 10 000 Unterschriften, die sich für den Erhalt der Naturflächen ausgesprochen hatten, vom Hamburger Oberverwaltungsgericht gekippt worden.

Mehrere Initiativen machen seit Jahren auf einen fortschreitenden Grünflächenfraß in der Hansestadt, insbesondere im Bezirk Nord, aufmerksam. Nur einen Steinwurf vom Fällgebiet entfernt befindet sich beispielsweise das "Gleisdreieck", wo nach dem Willen des Bezirks Nord für die Errichtung eines Busbetriebshofes ebenfalls im Februar und März dieses Jahres sage und schreibe weitere 2800 Bäume gefällt werden sollen. Erst am Montag hatte es im Bezirksamt eine Anhörung dazu gegeben, bei der deutlich wurde, dass die Planungen dazu noch etliche Ungereimtheiten aufweisen.

Sowohl die Gärten als auch der Wald im Gleisdreieck haben wichtige ökologische, stadtklimatische und luftreinigende Wirkungen. Beide Gebiete verbinden bisher als grüne Achse den Ohlsdorfer Friedhof mit dem Stadtpark. Klimaexperten und Umweltschützer haben sich immer wieder vehement gegen die geplanten Abholzungen ausgesprochen, die nun offenbar im Eiltempo durchgeführt werden sollen. Insgesamt sind im Bezirk Nord sogar etwa 6000 Bäume akut von der Abholzung bedroht.
 

01.02.2016

Bericht und Auswertung der Anhörung zum Thema "Busbetriebshof Gleisdreieck"

Am Montag, 01.02.2016 erfolgte im Rahmen der Sitzung des Regionalausschusses "Langenhorn-Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Groß Borstel" im Bezirksamt Nord eine große Anhörung und Aussprache zum Bebauungsplan Alsterdorf / Ohlsdorf 22 "Busbetriebshof Gleisdreieck". Bei dieser Veranstaltung wurde deutlich, dass die bestehende Planung gravierende Ungereimtheiten und Mängel aufweist.

Den kritischen Argumenten der zusätzlich anwesenden etwa 70 Bürger, viele von ihnen Anwohner des Plangebiets, unter denen sich gleich mehrere Ingenieure und promovierte Naturwissenschaftler befanden, konnten die Befürworter des Bebauungsplans fachlich leider oft nur wenig oder auch nichts entgegnen. Als sehr bedauerlich wurde es empfunden, dass von den eingeladenen Naturschutzorganisationen niemand gekommen war. Eine Anfrage von Anfang/Mitte Januar habe beispielsweise der Nabu nach einer Woche abschlägig beantwortet, hieß es.

So mussten Ehrenamtliche diese Lücke schließen, wie etwa Dr. Uwe Puttfarcken, der den Anwesenden die Bedeutung des bedrohten Gebiets anhand des "Klimagutachtens 2050" der Stadt Hamburg anschaulich erläutern und ebenso verständlich die ökologischen und stadtklimatischen Auswirkungen aufzeigen konnte, die ein Kahlschlag des Gebiets nach sich ziehen würde.

Ein Mitglied der Initiative Dieselstraßenland zeigte eine Karte mit einer Auswahl der aktuellen Bauprojekte im Bezirk Nord und verdeutlichte damit das erhebliche Ausmaß der aktuellen Grünflächenverluste im Zuge eilig durchgeführter Bauvorhaben. Weiterhin übte sie deutliche Kritik an der so genannten "Abwägung" in Bebauungsplanverfahren, die anscheinend stets darin bestehe, die von Bürgern vorgebrachten Argumente, so stichhaltig sie auch sein mögen, pauschal für unerheblich zu erklären. Dies sei nicht nur in der Sache bedauerlich, sondern es führe auch dazu, dass Bürger sich und ihre Interessen immer weniger durch Politik und Verwaltung vertreten sähen.

Jürgen Stopel von der Initiative Naturnahe Stadt appellierte eindringlich an die verantwortlichen Politiker, den geplanten Raubbau an der Natur nicht zuzulassen. Alle Welt rede vom Klimawandel und den überhitzten Städten. Wie im selben Atemzug der Kahlschlag einer derart einzigartigen Fläche betrieben werden könne, sei vollkommen unverständlich und mache ihn geradezu fassungslos.

Überzeugend der Vorschlag des Ausschussmitglieds Rachid Messaoudi (Die Linke), dass eine alternative Fläche in Steilshoop für den geplanten Betriebshof genutzt werden könnte, die ebenso kurze Wege ermöglichen, aber keine Abholzung von Bäumen herbeiführen würde. Der erhebliche Gewinn für Mensch und Natur würde womöglich geringfügig höhere einmalige Kosten für die Errichtung des Betriebshofes eindeutig überkompensieren. "Das sollten uns die Natur, unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität wert sein", so Messaoudi.

Kai Debus (CDU) überraschte mit Fachwissen über Details ebenso wie mit der plausiblen Darstellung seiner Generalkritik am Bauvorhaben. Er sprach sich vehement gegen den Standort "Gleisdreieck" aus und kritisierte die Haltung der Grünen, bei denen offenbar nur noch der Name "grün" sei. Das Publikum honorierte seine Ausführungen ebenfalls mit starkem Beifall.

Grüne und SPD sprachen sich gegen den Erhalt der Naturfläche aus. Ein SPD-Mitglied warf der CDU vor, das Eintreten für das Waldstück geschehe lediglich aus populistischen Motiven und um Fundamentalopposition zu betreiben. Nachdem Äußerungen einer Betriebshofbefürworterin als "dummes Zeug" bezeichnet worden waren und sich CDU-Politiker Debus von Seiten der SPD mehrere unsachliche Beleidigungen wie "Kai aus der Kiste" und "als Sie noch Quark im Schaufenster waren" hatte anhören müssen, was großen Unmut auch bei den anwesenden Bürgern hervorgerufen hatte, schritt der Vorsitzende ein und mahnte einen höflichen und wertschätzenden Umgang miteinander an.

Der ansonsten sachliche und gut vorbereitete (wenn auch recht trockene) Eingangsvortrag der Hochbahn war mit über 45 Minuten etwas zu lang und ging damit zeitlich gesehen auf Kosten des sich anschließenden argumentativen Austauschs.

Fazit des Abends:
Das verbindliche, aber freundliche Auftreten von Herrn Lewin, der den Vorsitz innehatte, sorgte trotz des ekelhaften Themas und stark begrenzter Zeit immerhin dafür, dass ein respektvoller Austausch möglich war, in dem jeder zu Wort kam.
Insgesamt wurde an dem Abend deutlich, dass seitens SPD und "Grünen" ein deutlicher Wille zu bestehen scheint, das Projekt "Busbetriebshof im Gleisdreieck" unverändert umzusetzen. Außer durch pauschale Aussagen wie "Es gibt keine Alternativen" konnte dieser Wille nicht argumentativ untermauert werden.
Diese fehlende Begründung, die wenig kreativ oder innovativ wirkende und auch daher massiv flächenverbrauchende Planung der Hochbahn, die umfangreichen und mehr als nachdenklich stimmenden Kritikpunkte am Vorhaben sowie die zahlreichen interessanten Anregungen für plausible und machbare Alternativlösungen, die in der Diskussion zur Sprache kamen, lassen den Bebauungsplan "Busbetriebshof Gleisdreieck" in seiner derzeitigen Form als äußerst fragwürdig und als noch längst nicht ausgereift erscheinen. Das momentane Vorhaben, den Plan bereits am 11.02. in der Bezirksversammlung zu beschließen und noch im Februar 2016 mit der Rodung der mehr als 2800 Bäume zu beginnen, erscheint vor diesem Hintergrund als unverantwortlich und geradezu wahnwitzig.
 

27.01.16

Anhörung zum Thema "Gleisdreieck" am 1.2., 18 Uhr im Bezirksamt Nord

Wald aus fast 3000 Bäumen im Gleisdreieck Alsterdorf-Ohlsdorf Am Montag, 01.02.2016, 18 Uhr findet im großen Sitzungssaal (Robert-Koch-Straße 17) die von CDU-Politikern geforderte Anhörung zum Thema Gleisdreieck statt, bei der auch Vertreter des Nabu zu Wort kommen sollen.

Es geht immerhin um mehr als 2800 Bäume, die auf der Fläche seit mehreren Jahrzehnten einen naturnahen Wald bilden, in dem unter anderem seltene Greifvögel brüten. Für den geplanten Busbetriebshof sollen nahezu alle dieser Bäume gefällt werden.

Besondere Brisanz hat der geplante Kahlschlag, da sich in unmittelbarer Nähe die 330 Gärten der Vereine Heimat und Barmbeker Schweiz befinden, mit deren Planierung beauftragte Unternehmen in diesen Tagen beginnen. Es ist lange bekannt, dass die Barmbeker Atemluft schwer mit Stickoxiden belastet ist. Die Erhaltung von Grünflächen, die erheblich zur Luftreinigung beitragen, sollte daher eigentlich oberstes Gebot sein.

Zusammen mit den benachbarten Gartenflächen hat das Gleisdreieck weiterhin nicht nur eine wichtige stadtklimatische Funktion, sondern fungiert auch als Biotopverbindung zwischen dem Stadtpark und dem Ohlsdorfer Friedhof. Wie lässt sich in Zeiten des Klimawandels und der krisenhaften Abnahme von Biodiversität eine derartige Abholzung rechtfertigen?

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, diesem Termin beizuwohnen, um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten. An diesem Abend werden die Weichen für die Entscheidung am 11.02. gestellt. Eine hohe Präsenz von Bürgern und Medienvertretern wäre daher wünschenswert.
 

25.01.16

Entscheidung über Bebauungsplan Alsterdorf 22 / Winterhude 22 (Gleisdreieck)

Wieder einmal wurden alle Einwendungen von Bürgern im Stadtentwicklungsausschuss für unerheblich erklärt. Der folgende Satz ist scheinbar in JEDER Zustimmungsempfehlung zu einem Bebauungsplan als Ergebnis der so genannten "Abwägung" zu finden:

Abwägungsergebnis Bebauungsplan Alsterdorf 22 Winterhude 22 Gleisdreieck in Barmbek Nord. "Es wird vorgeschlagen die Festsetzungen des öffentlich ausgelegten Bebauungsplan-Entwurfs aufgrund der vorgebrachten Anregungen der Bürger nicht zu ändern und den Anregungen nicht zu folgen."


So auch im Fall "Gleisdreieck", bei dem dieser lapidare Satz bedeutet, dass mehr als 2800 Bäume gefällt werden sollen. Die Bezirksversammlung stimmt am 11.02.2016 ab 18:00 Uhr über den Bebauungsplan ab. Ort: Robert-Koch-Straße 17, Großer Sitzungssaal. Die Sitzung ist öffentlich.

SPD und Grüne werden diesen Raubbau an unserer Stadtnatur sicherlich wieder ohne mit der Wimper zu zucken durchwinken, Linke und Piraten werden vermutlich dagegen sein. Spannend wird, ob die CDU-Politiker diese Entscheidung mittragen werden, denn die Abgeordneten Kai Debus und Nizar Müller haben in den vergangenen Wochen deutliche Kritik am Beteiligungsverfahren geäußert.
 

23.01.2016

Rettet den Volksentscheid: Einladung ins Hamburger Rathaus

"Am Dienstag, 26. Januar 2016 (ab 17 Uhr, Raum 151 im Hamburger Rathaus) kann der Trägerkreis von 'Rettet den Volksentscheid' seinen Gesetzentwurf im Verfassungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft erläutern."

Alle an direkter Demokratie interessierten Bürger sind eingeladen, dieser öffentlichen Veranstaltung im Rathaus beizuwohnen. Zur Einladung von Mehr Demokratie e.V. gelangen Sie hier.
 

22.01.2016

20.000 Besucher auf dieselstrassenland.de !


20.01.16

Termin zum Bebauungsplan "Gleisdreieck" (2800 Bäume)

Am Donnerstag, 21.01.16, 18:00 Uhr ist die öffentliche Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses (Großer Sitzungssaal, Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg) zum Thema "Bebauungsplan Gleisdreieck".
Das Ergebnis der "Abwägung" wird bekanntgegeben und dann wird über die Zustimmungsempfehlung zum B-Plan abgestimmt. Die Bekanntmachung sowie das Materialpaket inkl. "Abwägungstabelle" sind hier zu finden.
 

16.12.15

Kahlschlag ohne Ende im Bezirk HH-Nord

Die 330 Gartenparzellen der Kleingartenvereine "Heimat" und "Barmbeker Schweiz" wurden zum 30.11.15 gekündigt, die Zukunft für diese wichtige Klimaschutzzone sieht traurig aus. All das geschieht gegen erheblichen Protest und ohne jede Änderung gerade in den wichtigen Klimaschutzzonen vor unserer Haustür. Das Hamburger Wochenblatt (Barmbek/Ohlsdorf) Nr. 51 vom 16.12.15 berichtet über weitere Kahlschlag-Projekte im Bezirk.

Wochenblatt: Anwohner beklagen massive Baumfällungen an der Alten Wöhr in Barmbek Nord. Immer mehr Anwohner sind entsetzt über die täglich sichtbarer werdende Vernichtung von Grünflächen: "Häppchenweise verschwindet alles Grün", stellen Anwohner des Rübenkamps fest, denn schon wieder wurden gleich 34 Bäume gefällt - einige davon waren erst kürzlich als Ersatzmaßnahme für andere Fällungen gepflanzt worden. Ähnliches wird auch von der Fuhlsbüttler Straße berichtet.

Für Aufregung sorgt aber insbesondere der Fall "Gleisdreieck Alsterdorf". In unmittelbarer Nähe der neuerlichen Baumfällungen und auch der gekündigten Parzellen der beiden Barmbeker Gartenvereine, wo neben seltenen Lurchen sogar Uhus und Habichte heimisch sind, soll auf dem 10 Hektar großen Gebiet ein einzigartiges Stück naturnahen Waldes abgeholzt, planiert und versiegelt werden, um dort einen Betriebshof für Busse zu errichten. Als "Ausgleichsfläche" (die den Barmbekern überhaupt nichts bringt), hat die Stadt ein Grundstück gekauft - über 60 km entfernt, in Schleswig-Holstein!

Wochenblatt vom 16.12.15: Anhörung zur geplanten Rodung des naturnahen Waldes im Gleisdreieck Alsterdorf. Gleich Anfang kommenden Jahres soll es dazu eine große Anhörung geben. Neben den Parteien Piraten und Die Linke, die sich bereits seit Jahren engagiert für die Umwelt im Bezirk Nord stark machen, erkennt nun scheinbar auch die CDU immer mehr den Wert naturnaher Flächen. Die CDU-Politiker Nizar Müller und Kai Debus setzen sich jedenfalls laut Wochenblatt dafür ein, dass entsprechende Fragen geklärt werden, bevor eine vorschnelle Bebauung stattfindet. Es ist bemerkenswert, dass Piraten, Linke und CDU offenbar die einzigen Parteien sind, die sich im Bezirk Nord um Luftverschmutzung und das Stadtklima kümmern und eine "grüne" Politik machen.

Wenn der Termin für die Anhörung bezüglich des Gleisdreiecks feststeht, werden wir ihn hier umgehend bekanntgeben.
 

25.11.2015

Kritik bei Informationsveranstaltung und neue Details zu "Barmbek Nord 11"

Infoforum Barmbek Nord 11 zu Luftverschmutzung und Wochenblatt-Artikel Die Ereignisse auf der Informationsveranstaltung am 19.11.15 in der Stadtteilschule Helmuth Hübener, Benzenbergweg 2, sind in einem Artikel in der aktuellen Ausgabe des Wochenblatts recht treffend beschrieben. Bitte lesen Sie diesen Artikel.

Deswegen hier nur einige ergänzende Fakten:

  • Die Rechtsprüfung des Bebauungsplans ist formal abgeschlossen, der Plan liegt derzeit zur Genehmigung bei der "Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen". Die Feststellung könnte somit noch 2015 erfolgen, nach der Veröffentlichung im Amtlichen Anzeiger gilt der Plan dann offiziell als "festgestellt".

  • Der Umzug des Opernfundus' erfolgt voraussichtlich "frühestens 2019". Das bedeutet, dass die Kleingärten bis dahin sicher bleiben können. Es bedeutet aber auch: Die Bauzeit wird noch länger als bisher angenommen.

  • Die schöne Baumreihe aus alten Hainbuchen am Wittenkamp soll voraussichtlich einer Tiefgarageneinfahrt weichen! Am Wittenkamp sollen zudem öffentliche Parkplätze entstehen. Das ist kein Plan des Investors BVE, sondern der Bezirk Nord will das so, so BVE-Mitarbeiter Finke.

  • Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) hat den per Post an ihn gesendeten Brief der Bürgerintiative zum Thema Baumerhalt angeblich nicht erhalten. Deshalb sei die Antwort erst am Tag der Fällungen rausgegangen.

  • Bezirk, LIG, BVE: "Bäume, die nicht gefällt werden müssen, werden auch nicht gefällt." Wirklich konkrete Zusagen gab es aber nicht.

  • Es gab wieder grundlegende Kritik daran, dass der Bebauungsplan in seinen Grundzügen scheinbar seitens der Planer nie wirklich zur Debatte stand. Der Alternativvorschlag "mittige Bebauung" (dort, wo jetzt der Opernfundus steht), den viele Anwohner seit Jahren fordern und der zahlreiche Vorteile (u.a. Erhalt aller Gärten und Grünflächen) bringt, wurde von den Planungsverantwortlichen nie ernsthaft in Erwägung gezogen.

  • Grundlegende Kritik auch am "Abwägungsverfahren". Anwohner kritisieren, dass eine echte Abwägung nie stattgefunden habe, sondern jegliche Abwägungsvorschläge sich ihnen als bloße Rechtfertigungen eines bereits feststehenden Plans darstellen.

  • Kamerateams von ZDF und noa4 waren vor Ort, ebenso das Wochenblatt. Der Bericht auf noa4 läuft bereits und verschweigt die bedrohten Grünflächen.

  • Zahlreiche Fragen blieben offen, viele Aussagen im Unklaren: Auf Baufeld 1 wurden am 8. und 9. Oktober 2015 bereits etwa 40 Bäume gefällt. Wo/wann erfolgen Ersatzpflanzungen für diese Bäume? Wer nimmt diese vor? Der Erhalt von Bäumen auf der Fläche des zukünftig geplanten Kleingartengebiets sei abhängig davon, ob der zukünftige Eigentümer (genannt wurde der Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg, der dann allerdings nur Pächter wäre) dies wolle, so Frau H. vom Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). Das Argument, der Baumerhalt liege im Ermessen des zukünftigen Eigentümers des jeweiligen Grundstücks, verwirrt jedoch: Die Baumfällungen auf Baufeld 1 im Oktober 2015 wurden beispielsweise durch den LIG selbst beantragt und in dessen Auftrag durchgeführt, also bevor es einen neuen Eigentümer gab.
     

    30.10.15

    Altes Vereinsheim von BU abgerissen

    Altes Vereinsheim des HSV Barmbek Uhlenhorst abgerissen am 29. Oktober 2015 in Barmbek Nord. Das alte Vereinsheim von BU wurde/wird aktuell abgerissen, nur ein ganz kleiner Teil steht noch. Damit sind die Pläne wohl vom Tisch, dass die Gartenfreunde des KGV 416 ihre Geräte darin lagern können, wenn sie einst ihre Gärten räumen müssen.

    Unterdessen hat auch der LIG auf unser Schreiben geantwortet, in dem wir uns für den Erhalt der Bäume ausgesprochen hatten - nach über 4 Wochen und genau einen Tag nach Ende der zweitägigen Fällaktion. Immerhin wird darin versprochen, dass bei den zukünftigen Bautätigkeiten Bäume erhalten werden sollen.

    Altes Vereinsheim des HSV Barmbek Uhlenhorst (BU) abgerissen, Barmbek Nord.Obwohl der Brief in sehr freundlichem Ton abgefasst ist, muss es doch auffallen, dass der Landesbetrieb mit dem Absenden der Antwort gewartet hat, bis alle Bäume auf dem zukünftigen Baufeld 1 gefällt waren. Dass alle Bäume dort gefällt würden, war dem Landesbetrieb schon bei Erhalt unseres Schreibens im September bekannt. Denn die selbe Person vom LIG, die uns geantwortet hat, hat zuvor auch die Fällgenehmigung beantragt. Als wir uns diese am 8.10. zeigen ließen, stellten wir fest, dass die Genehmigung auf diese Person ausgestellt war. Entsprechend ambivalent wirkte ihr betont freundliches Schreiben auf uns, das wir zwei Tage später erhielten.

    Angesichts dieser Fakten wollen wir zwar die Hoffnung nicht fahren lassen, mit dem LIG in einen konstruktiven Austausch zu kommen, müssen aber doch gleichzeitig das Schlimmste befürchten!
    08.10.15

    Trauriger Kahlschlag: Zig Stadtbäume in Barmbek Nord gefällt.

    Kahlschlag von Stadtnatur in Barmbek Nord. Zig Bäume am alten BU-Platz gefällt. Trotz unserer zahlreichen aktuellen Anfragen bei den verschiedenen Behörden, allen voran dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) und dem Bezirksamt Hamburg-Nord, hat uns keine dieser Behörden darüber informiert, wann genau es losgeht. Heute war es plötzlich so weit. Am Vormittag - während die meisten Anwohner bei der Arbeit waren - wurden zig Bäume umgemäht, die hier jahrzehntelang gewachsen waren.

    Wir haben einige Eindrücke der Rodungen mit der Kamera eingefangen. Hier gelangen Sie zu den Fotos.

    Über die Antworten der verschiedenen Behörden werden wir in Kürze an dieser Stelle berichten und sie kommentieren. (Der LIG hat unser Schreiben bisher ignoriert und gar nicht geantwortet.)
    17.09.15

    Barmbek-Nord 11: Gegen den kompletten Kahlschlag aller Bäume auf dem ehemaligen BU-Platz!

    Gefährdete Stadtbäume im Dieselstraßenland in Barmbek Nord Der geplante rigorose Kahlschlag auf dem Baufeld 1 (Steilshooper Straße/Wittenkamp) zieht offenbar ein größeres Medienecho nach sich. Auf Betreiben der Bürgerinitiative hin, war heute das Hamburger Abendblatt vor Ort und hat Fotos gemacht. Weitere Zeitungen und auch zwei Fernsehsender planen umfangreiche Berichte über Barmbek-Nord 11 und die Kritik an dem Vorhaben.

    Von den 80 alten Bäumen, die gefällt werden sollen, können problemlos etwa 60 Stück erhalten bleiben, ohne dass die geplante Bebauung in irgendeiner Weise beeinträchtigt würde. Die Anwohner fragen sich: Warum wird überhaupt beabsichtigt, das gesamte Gelände kahlzuschlagen? Was wird damit bezweckt?

    Wir erwarten täglich eine Antwort auf unsere diesbezüglichen Schreiben an BSW, BUE, LIG, den Bezirk Nord sowie den Bauverein der Elbgemeinden.

    Die Koordination der "Freimachung" des Baufelds 1 wurde offenbar an die Firma Contelos Engineering GmbH übertragen, die hier über den Auftrag informiert. (Die beiden dort gemachten Angaben zur Größe des Baufelds 1 sind falsch.)
    09.09.15

    Vorbereitungen auf Baufeld 1 ab 15.09.!

    Das Baufeld 1 liegt auf dem Gelände an der Steilshooper Straße und Teilen des alten BU-Platzes. Laut Aussagen der Stadtentwicklungsgesellschaft mbH vom März des Jahres sollen dort ab Oktober 80! Bäume gefällt werden. Lediglich der Erhalt einer einzigen Eiche wird zugesagt.

    Jetzt (9.9.2015) teilt das Unternehmen mit, dass das "Fällen der Bäume im Bereich des Baufeldes 1 und der angrenzenden Streifen" im Oktober beginnt. Da diese Aussage recht ungenau ist, haben wir uns mit einem Schreiben an den Bezirk, den Bauträger "Bauverein der Elbgemeinden" sowie an die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, die Behörde für Umwelt und Naturschutz und den Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen gewendet, um uns für den Erhalt der Bäume einzusetzen, die eine wichtige Funktion für das lokale Klima und die Luftreinigung haben.

    In unmittelbarer Nähe befindet sich mit dem Ring 2 (Habichtstraße) einer der Hot Spots mit der höchsten Luftbelastung in ganz Hamburg. Die Grenzwerte für Stickoxide (NO2) werden dort bekanntermaßen seit Jahren erheblich überschritten, wodurch die Gesundheit der Anwohner schon seit langem beeinträchtigt wird. Deshalb zählt jeder Baum nicht nur, weil er ein schönes Stück Stadtnatur im dicht bebauten Barmbek Nord ist, sondern weil jeder Baum auch zur Reinigung der hochbelasteten Atemluft beiträgt. Über die Antworten der Akteure werden wir an dieser Stelle informieren!

    Noch besser ist es, wenn Sie als besorgte Anwohner selbst nachfragen, z.B. im zuständigen Bezirksamt Hamburg Nord, das für den Bebauungsplan Barmbek Nord 11 zuständig ist. Das geht auf dem Postweg, per E-Mail oder auch ganz einfach mittels eines Anrufs. Hier finden Sie die Kontaktdaten.
     

    02.09.15

    Herrliches Wetter und zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Gärten

    Tag der offenen Gärten im Dieselstraßenland in Barmbek Nord Schönstes Sommerwetter bescherte den Anwohnern und Gartenfreunden am Sonntag, 23. August einen idyllischen Tag mit vielen netten Gesprächen inmitten der grünen Oasen.

    Etwa 100 Besucher haben die Gelegenheit genutzt, um den Gärten in Barmbek Nord einen Besuch abzustatten. Neben zahlreichen Anwohnern und Nachbarn, die teilweise sogar Kuchen mitbrachten, wurden auch die Ehrenamtlichen, die das Wendebecken in Schuss halten, die Gärtner von FuhlsGarden sowie Gartenfreunde aus den Vereinen "Heimat", "Barmbeker Schweiz" und von der Initiave "Eden für Jeden" gesichtet.

    Die Initiative Dieselstraßenland war natürlich auch zu Besuch. Wir begrüßen die Aktion des Gartenvereins 416 "Am Grenzbach" sehr, weil es einfach schön ist, die Natur vor unserer Tür, mitten in der Stadt, hautnah erleben zu können.

    Bunte Luftballons an den Gartenpforten kennzeichneten die teilnehmenden Parzellen an Dieselstraße, Schlicksweg und Ivensweg. In einer kleinen Bildergalerie haben wir Eindrücke vom Tag der offenen Gärten zusammengestellt, die wir mit der Kamera eingefangen haben. Hier geht es zu den Fotos!
    19.08.15

    Artikel über den Bebauungsplan "Barmbek Nord 11" im Wochenblatt

    Wochenblatt Barmbek Ohlsdorf über den Bebauungsplan, Kleingärten und Luftschadstoffe Die Journalistin Waltraut Haas hat einen gut recherchierten Artikel über den Bebauungsplan geschrieben und dabei auch die Kritik daran angemessen erfasst.

    Thematisiert werden die bedrohten Grünflächen, die Luftbelastung in Barmbek und auch der Vorschlag der Bürgerinitiative für eine alternative Bebauung der Mittelachse des Gebiets, die den Erhalt aller Gärten und aller Bäume im Gebiet ermöglichen würde.

    Hier geht es zum Wochenblatt-Artikel!



    05.08.2015

    Tag der offenen Gärten an Dieselstraße, Ivensweg und Schlicksweg

    Tag der offenen Gärten im Kleingartenverein 416 Am Grenzbach in Barmbek Nord Der Kleingartenverein 416 "Am Grenzbach" lädt ein zum Tag der offenen Gärten am Sonntag, 23. August 2015 von 15-17 Uhr.

    Aus der Ankündigung der Gartenfreunde: "Alle Interessierten und alle Anwohner sind herzlich eingeladen, den Gärten einen Besuch abzustatten und sich an der herrlichen Pflanzen- und Tierwelt zu erfreuen, die diese grünen Oasen bieten."

    Die Bürgerinitiative freut sich darauf und drückt die Daumen für schönes Wetter!

    Hier geht's zur Ankündigung des Kleingartenvereins zum Tag der offenen Gärten.
     

    24.07.15

    Bauboom, Grünflächenfraß und das Stadtklima in Hamburg

    Gemeinsame Pressemeldung der Initiativen "Eden für Jeden" und "Dieselstraßenland".

    In einer gemeinsamen Verlautbarung sprechen sich die beiden Initiativen für den Erhalt von 400 Gärten in Barmbek Nord und gegen die geplante massive Bebauung im dicht besiedelten Barmbek Nord aus. Sie warnen vor der Aufheizung des Stadtteils im Sommer durch einen Hitzeinsel-Effekt ("urban warming") und weisen auf zwei Veranstaltungen im August hin. Hier geht es zur gemeinsamen Pressemeldung.
    20.07.15

    Stickstoffdioxid (NO2): Belastung der Luft an der Habichtstraße in Barmbek Nord nimmt zu

    "Hamburgs Luft wird wieder schlechter", titelt das Abendblatt heute in seinem Hamburg-Teil auf Seite 7. Seit 2010 gilt für NO2 ein Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dieser Wert wurde seitdem an der Habichtstraße in jedem Jahr deutlich überschritten - und steigt jetzt sogar noch weiter an.
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    Luftmessstation Habichtstraße - Stickstoffdioxid steigt weiter an, Grenzwert NO2 massiv überschritten In 2014 lag der Wert bei 57 Mikrogramm, das entspricht 142% des maximal Erlaubten, also eine deutliche Überschreitung um fast die Hälfte. Diese Schadstoffe werden täglich von den Menschen eingeatmet, die in Barmbek Nord leben und arbeiten - oder hier aufwachsen: Für Kinder ist NO2 besonders schädlich, da es die Entwicklung beeinträchtigt. In unmittelbarer Nähe der Luftmessstation Habichtstraße befinden sich mehrere Schulen und Kindergärten.

    Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND, kritisiert denn auch die Untätigkeit der Stadt hinsichtlich einer möglichen Reduzierung von Stickoxiden, die - wie auch das Abendblatt fetstellt - "zu chronischem Husten, Bronchitis, Asthma, Entzündungen oder Lungenkrebs führen können".

    Gewohntes Bild, nicht nur zur Rush Hour: Starker Verkehr am Ring 2 "Zusätzliche Maßnahmen zur Luftreinhaltung" in besonders belasteten Gebieten wie Barmbek Nord, wie sie seitens der EU gefordert werden, sind an der Habichtstraße oder ihrem Umfeld leider nicht vorgesehen. Im Gegenteil: Durch die geplante massive Bebauung auf dem Gelände von BU-Sportplatz und Kleingärten des Kleingartenvereins "Am Grenzbach" kommt es nicht nur zu einer Verminderung des Grünflächenanteils, sondern die Durchlüftung im eng bebauten Viertel direkt am Ring 2 wird sogar noch herabgesetzt.

    Der "grüne" Umweltsenator Kerstan spricht im Abendblatt davon, dass "im Koalitionsvertrag viele Maßnahmen vereinbart" worden seien, "die sich positiv auf die Luftqualität in Hamburg auswirken" würden. Maßnahmen zur Reduktion des Verkehrs von Dieselfahrzeugen am Ring 2 sind aber offenbar nicht geplant. Wirklich überzeugend ist das alles nicht. Entsprechend kritisch spricht selbst das hanseatisch-zurückhaltende Abendblatt diesbezüglich von einer "Hoffnung" der Grünen.

    Angesichts einer weiteren Zunahme der Luftschadstoffe betont die Bürgerinitiative erneut ihre Kritik am Bauvorhaben "Barmbek Nord 11": Die Gärten des Kleingartenvereins "Am Grenzbach" erfüllen eine wichtige Funktion zur Reinigung der Atemluft und sorgen dafür, dass Frischluft zugeführt wird. Eine Planierung der alten und darüber hinaus auch stadtklimatisch bedeutsamen Naturflächen trifft alle Anwohner und muss unbedingt vermieden werden.

    *

    Wenn auch Sie mit dieser Situation unzufrieden sind und zu einer Verbesserung beitragen möchten, dann können Sie das tun, indem Sie sich mit einer Eingabe an den Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft wenden. Hier gelangen Sie zum Online-Formular, mit dem Sie eine solche Eingabe sofort auf den Weg bringen können. Schreiben Sie einfach frei von der Leber weg, was Sie kritisieren und was sich Ihrer Ansicht nach ändern müsste. Je mehr Menschen das tun, umso gewichtiger wird die Kritik. Es sind gut investierte Minuten, denn jede Eingabe wird wirklich von Politikern gelesen.

     

    18.07.2015

    *** Über 10 000 Besucher auf www.dieselstrassenland.de ***

    In den siebeneinhalb Monaten seit Beginn der Besucherzählung am 5. Dezember 2014 haben über 10 000 Internetnutzer die Seiten der Bürgerinitiative besucht. Der 10 000. Aufruf erfolgte am 18.07.2015 um 20:48 Uhr. Auf die nächsten Zehntausend!
    12.07.15

    "Barmbek Nord 11" - der aktuelle Stand in aller Kürze

    Wir haben die wichtigsten Neuigkeiten der letzten Tage und Wochen für Sie zusammengetragen.
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    • Bautätigkeiten auf dem neuen BU-Platz - In den vergangenen Tagen war mal wieder ein bisschen Bewegung auf dem Bauplatz an der Bramfelder Straße zu sehen. Das Fundament für das neue Vereinshaus scheint fertig zu sein. Ansonsten ist die Spielfläche bereits sauber planiert und eingezäunt. Kunstrasen und Tribünen fehlen noch. An Gebäuden steht dort bisher nur eine Doppelgarage. Einfahrt und Parkplatz des neuen Spielorts werden an der Dieselstraße liegen, die dafür auch an der Einmündung zur Habichtstraße verbreitert werden soll. Dies ist allerdings noch nicht bestätigt. An der Bramfelder Straße entstehen direkt an der Straße ein Lagerhaus ("Self Storage") sowie ein weiterer Kindergarten.


    • Baufeld 1: Baumfällungen ab Oktober möglich, Baubeginn Frühjahr 2016 - Der alte BU-Platz sowie die ehemaligen Gewerbeflächen davor (an der Steilshooper Straße) bilden das Baufeld 1. Obwohl die "Rechtsprüfung" für den Bebauungsplan Barmbek Nord 11 noch läuft und er noch längst nicht "festgestellt" worden ist, erfolgte bereits die "Anhandgabe" des Baufeldes 1 an den Investor Bauverein der Elbgemeinden. Dieser will ab Frühjahr 2016 beginnen, dort zwei große Wohnhäuser mit 186 Wohnungen zu bauen. Bereits ab 1. Oktober sollen die Motorsägen angerissen werden. Dann sollen 80 Bäume gerodet werden, wie der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) über die eigens engagierte PR-Firma mitteilen lässt.
      Sollte das so geschehen, dann wird die Initiative darauf hinwirken, dass so viele Bäume wie möglich erhalten werden. Zumindesz der Investor scheint hierfür ein offenes Ohr zu haben.


    • Baufelder 2-4: Umzug des Opernfundus wahrscheinlich erst 2017/2018. Die Bebauung des restlichen Areals hängt vom Umzug des Opernfundus nach Rothenburgsort ab. Die Hallen dort stehen längst noch nicht. Eine Kündigung der Gärten schon in 2016 erscheint daher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher erscheint eine Kündigung zum 30.11.2017. Die Bürgerinitiative setzt sich allerdings dafür ein, dass so viele Gärten wie möglich (im Idealfall: alle) erhalten bleiben.


    • Die Bürgerinitiative setzt sich weiterhin dafür ein, dass der Bebauungsplan revidiert wird. Vor allem die Verteilung der Baukörper stellt ein ernstes Problem dar, das aber eigentlich verhältnismäßig leicht zu lösen wäre. Die derzeit geplante Anordnung ist problematisch, weil sie die Durchlüftung des gesamten Gebiets und auch der Umgebung herabsetzen würde. Die Luftmessstation Habichtstraße, nur einen Steinwurf entfernt, weist das Gebiet als den Luftgully von Hamburg aus: Nirgends in Hamburg wird so viel Feinstaub in die Luft geblasen wie hier, im dicht besiedelten Barmbek Nord.


    • Der Erhalt der Kleingärten an Dieselstraße, Schlicksweg und Ivensweg liegt uns ebenfalls weiterhin besonders am Herzen. Das hat mehrere Gründe: Die hundert Jahre alten Grünflächen sind nicht nur einfach schön und bieten Erholung. Sie sind auch ein Teil der Identität des Viertels. Darüber hinaus dienen sie als Luftfilter und haben eine wichtige Bedeutung für das Mikroklima.


    • Leider bewegen sich die Verantwortlichen vom Bezirk Nord und dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (Slogans: "Wir liefern die Grundstücke" und "Auf Hamburg bauen") noch nicht auf die Anwohner zu. Nicht einmal fundamentale Kritikpunkte, bei denen es um die Gesundheit der Anwohner geht, können sie dazu bewegen, die Planung zu überdenken oder wenigstens Alternativen mit uns zu diskutieren. Auf der "Informationsveranstaltung" am 16.06.15 hieß es lapidar: "Darüber reden wir hier nicht."


    • Erste Probenentnahmen aus den Schleppkanälen - Auf Drängen der Bürgerinitiative wurde Anfang Mai an einigen Stellen auf dem Gelände der ehemaligen HSVA die Betondecke aufgebrochen, die die verfüllten Schleppkanäle bedeckt. Es wurden dabei keine Munitionsteile oder andere Gefahrenstoffe gefunden. Die Ergebnisse hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) bekanntgegeben. Leider wurde offenbar nicht bis zum Grund der Becken in knapp 7 Meter Tiefe gegraben. Die Fundamente reichen stellenweise bis in 18 Meter Tiefe, wie aus einem vom Bezirk Nord in Auftrag gegebenen Gutachten hervorgeht. Wir haken weiter nach. Der überwiegende Teil der unterirdischen Kanäle ist bisher noch nicht untersucht worden.


    • Die Bedeutung städtischer Grünflächen für Stadtklima und Qualität der Atemluft wird in der öffentlichen Diskussion mehr und mehr erkannt und thematisiert. Barmbek Nord ist ein Paradebeispiel dafür, wie es nicht laufen sollte. Während "Barmbek Nord 11" (das Dieselstraßenland) vor allem als Luftfilter dient, so haben die vielen einzelnen baulichen Vedichtungen, die derzeit stattfinden, in der Summe eine Wirkung bezüglich Luftzirkulation und Aufheizung des Lokalklimas. Der Riegel aus Gebäuden, der derzeit zwischen Hebebrand- und Hellbrookstraße entsteht, schneidet Barmbek von Frisch- und Kaltluftströmen aus dem Stadtpark ab. Die Bürgerinitiative kritisiert, dass die Verantwortlichen vor dieser Entwicklung die Augen verschließen. Der Bebauungsplan "Barmbek Nord 11" ist einer von vielen Steinen in diesem Mosaik.

    01.07.15

    Grünflächen-Verluste: Unerträgliche Hitzestaus in Barmbek zu befürchten

    38° C im Schatten, die Luft steht - und morgen? Die "innerstädtische Nachverdichtung" könnte Barmbek bald zur Hitzeinsel machen.
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    In diesen Tagen wird uns die Bedeutung von innerstädtischen Grünflächen für das lokale Klima besonders klar vor Augen geführt. Die Gefahr, die von den Bautätigkeiten ausgeht, die derzeit und in naher Zukunft zwischen Hellbrookstraße und Hebebrandstraße stattfinden, ist nicht zu unterschätzen.

    Ein Blick auf die Karte macht schnell deutlich, dass hier gleich ein doppelter Schlag gegen die Lebensqualität erfolgt:

    Die geplante massive Bebauung in Barmbek wird sich auf das Stadtklima auswirken. Hitzeinsel-Effekte sind zu erwarten. Durch Wohnbebauung und hohe Lärmschutzwände wird die Durchlüftung herabgesetzt.
    Barmbek Nord: Zukünftig von der Frischluftzufuhr abgeschnitten? (Quelle: Verändert nach openstreetmap.de)

    Zum einen werden riesige, alte Naturflächen vernichtet, die den Stadtteil seit Jahrzehnten prägen. Ihr bisheriger Beitrag zur Abkühlung des dicht bebauten Barmbek-Nord ist beträchtlich.

    Zum anderen führt die Bebauung von Altem Güterbahnhof und Hebebrandquartier dazu, dass ein massiver Riegel aus Beton zwischen Barmbek Nord und den Stadtpark geschoben wird. Verstärkt durch bis zu 5,50m hohe Lärmschutzwände wird Barmbek Nord zukünftig effektiv von Kaltluftströmen abgeschottet. Zu befürchten ist ein nie dagewesener Hitzeinsel-Effekt. Wetterlagen wie in diesen Tagen könnten in Zukunft dann unerträglich sein.

    Der renommierte Klimaforscher Prof. Dr. Graßl war am 29.6. auf Einladung der Initiative "Naturnahe Stadt" mit einem Vortrag zu Gast im Goldbekhaus. Sein Fazit in einem Gespräch über die Bedeutung von urbanem Stadtgrün: "Jedes Hektar Grün dämpft die Überhitzung der Stadt." Im dicht besiedelten Barmbek ist die Schmerzgrenze erreicht. Hinzu kommt: Nirgendwo in Hamburg ist die Luft schwerer mit Feinstaub belastet (Luftmessstation Habichtstraße) als in Barmbek Nord.

    Der Verlust unserer grünen Lungen und kühlenden Klimaschutzzonen betrifft uns alle. Lassen wir das nicht einfach so geschehen! Wenn Sie etwas dagegen tun möchten, dann wenden Sie sich beispielsweise mit einer Eingabe an den Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft. Das geht in 10 Minuten, sogar per Online-Formular.

     

    16.06.15

    Bescheidener Auftakt: "Infoforum" ohne Infos

    Viel geredet, aber wenig gesagt wurde bei der Veranstaltung am 16.6.15 in der Aula der Stadtteilschule Helmuth Hübener. Behördenvertreter waren zwar anwesend, wollten aber keine ergebnisoffene Diskussion führen.
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    Einige hatten es schon erwartet, andere zeigten sich enttäuscht. Bei der als "Infoforum" zum Bebauungsplan "Barmbek Nord 11" angekündigten Veranstaltung gab es kaum neue Informationen, dafür weigerten sich die Planungsverantwortlichen, sich mit grundsätzlicher Kritik am Bebauungskonzept auseinanderzusetzen. Im Verlauf der Veranstaltung, die zweieinhalb Stunden ohne Pause durchgeführt wurde, verließen immer mehr Barmbeker den Saal. Der Abend endete unbefriedigend und ergebnislos damit, dass die Veranstalter einige Fragen der Bürger, die noch geblieben waren, in eine Tabelle tippten.

    Gleich zu Beginn hatten eine Mitarbeiterin des "Landesbetriebs Immobilienmanagement und Grundvermögen" (LIG) und Harald Rösler, der Leiter des Bezirkamts Hamburg-Nord, überdeutlich betont, dass allenfalls über Detailfragen der Umsetzung gesprochen werden solle, grundlegende Kritik an der geplanten Bebauung aber unerwünscht sei.

    Genau das aber war es aber, weswegen die meisten Anwesenden gekommen waren. Viele wollten endlich Antworten auf ihre Fragen, Hinweise und Kritikpunkte erhalten, die sie im März 2014 im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans "Barmbek Nord 11" an den Bezirk gerichtet hatten. Wohl deshalb hakten Anwesende gleich an dieser Stelle nach und forderten eine ergebnisoffene Diskussion auf Augenhöhe. Doch auch nach einem Jahr und drei Monaten konnten oder wollten die Behördenvertreter nicht auf diese Fragen antworten. Stattdessen wurde vorgeschlagen, die Fragen noch einmal zu sammeln, um sie dann möglicherweise bei zukünftigen Veranstaltungen zu "thematisieren". Dieses Vorgehen schien nicht dem Wunsch der anwesenden Bürger zu entsprechen. Die Reihen lichteten sich - am Ende waren noch etwa 20 Personen anwesend.

    Die Barmbeker Bürger, die geblieben waren, konfrontierten die Behördenvertreter unablässig mit ihren Fragen und Einwänden. Obwohl diese die meisten Kritikpunkte nicht entkräften konnten (z.B. bezüglich der gesundheitsschädlichen Luftbelastung), wichen die Behördenvertreter nicht von ihrer harten Linie ab. Ohne Pause endete die ermüdende Veranstaltung nach zähen 2,5 Stunden im Grunde ergebnislos.

    Bezeichnend war, wie unzureichend die Veranstalter auch inhaltlich auf die Veranstaltung vorbereitet gewesen zu sein schienen. Sogar eigentlich grundlegende Daten und Eckpunkte des Bebauungsplans sowie der monatelangen Kritik daran (z.B. unterschiedliche Gebäudehöhen und -anordnungen in Bebauungsplan und Luftgutachten) waren den Veranstaltern nicht bekannt, sodass zahlreiche Sachfragen aus den Reihen des Publikums geklärt werden mussten - und bezeichnender Weise größtenteils auch sofort geklärt werden konnten.

    Bezirksamtsleiter Rösler sprach in blumigen Worten von dem wichtigen Beitrag, den Einwände von Bürgern bei der Verfeinerung der Planung angeblich geliefert hätten, konnte aber dann, troz mehrmaligem Nachfragen, nicht ein einziges konkretes Beispiel dafür anführen. Diese Szene war bezeichnend für die Redebeiträge: Insgesamt war ein regelrechtes Sammelsurium von Allgemeinplätzen zu hören, die mit dem konkreten Bebauungsplan Barmbek-Nord 11 nichts zu tun hatten und in beliebigen anderen Kontexten genauso passend bzw. unpassend gewesen wären.

    Fazit: Das "Infoforum" beantwortete genau die Fragen nicht, auf die sich die meisten Besucher Antworten erwarteten. In einer Hinsicht ist dies aber auch eine klare Antwort: LIG und Bezirk Nord verweigern jegliche ergebnisoffene Diskussion über den Bebauungsplan. Das "Infoforum" ist kein Forum im Sinne eines Marktplatzes, sondern eine Art Verkündigungsinstrument, bei dem die Behördenvertreter ihren Status Quo predigen. Den beiden Angestellten der PR-Firma steg, die die Veranstaltung moderierten, kann man immerhin zugute halten, dass sie auch die kritischen Stimmen immer wieder zu Wort kommen ließen.

    Doch was nützt das, wenn die Verantwortlichen alle Kritik einfach abprallen lassen? Die Einwände, die Anwohner im Frühjahr 2014 im Rahmen der Auslegung an den Bezirk gesendet hatten, sind immer noch unbeantwortet - und werden es wohl bleiben. Die Planung wurde aufgrund der Kritik nicht um ein Deut geändert. Vielleicht ist das "Infoforum" nur ein weiteres Angebot, bei dem die Bürger ein wenig Dampf ablassen und ihrem Ärger Luft machen können, damit dieser dann wirkungslos verpuffen kann.

    Auch wenn viele genau das erwartet hatten: Hingehen musste man. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Am Ende war es dann aber doch vor allem eines: verbrannte Zeit.

    07.06.15 Tag des offenen Gartens im Kleingartenverein 416
    Keine Aktion der Bürgerinitiative, aber eine gemütliche nachbarschaftliche Aktion einiger Kleingärtner! Etwa 30 Anwohner kamen, haben die beschauliche Ruhe der Gärten genossen, haben bei Kaffee und Kuchen geklönt und haben echten Barmbeker Honig probiert. Dazu gab es vom Imker spannende Informationen über die Arbeit mit den Bienen. Nach Angaben der veranstaltenden Kleingärtner war die sonntägliche Aktion diesmal noch eine relativ spontan umgesetzte Idee. Hoffentlich wird sie bald wiederholt!
    06.06.15 Handzettel-Verteilung beim Eppendorfer Straßenfest
    05.06.15

    Eingabenausschuss überlastet - Petenten verwirrt über Textbausteine

    Die meisten, die eine Eingabe an den Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft gesendet hatten, haben inzwischen mehr oder weniger eine Antwort erhalten - wohlgemerkt: mehr oder weniger eine Antwort.
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    Denn obwohl die Petenten zu ganz unterschiedlichen Aspekten Einwände gegen den Bebauungsplan "Barmbek Nord 11" vorgetragen hatten, haben viele offenbar identische Antworten erhalten. Deutlich wurde das, weil mehrere Leute sich wunderten, wieso die Stellungnahmen, die sie erhalten hatten, sich teilweise auf Aspekte bezogen, zu denen sie in ihrer Eingabe gar nichts geschrieben hatten, während gleichzeitig zentrale Punkte, zu denen sie Kritik geäußert hatten, gar nicht beantwortet wurden.

    Ein Vergleich der Antwortschreiben brachte es dann zutage: Es war mit Textbausteinen gearbeitet worden. Ob man nun einen Einwand aufgrund der Altlasten im Boden oder aufgrund der anzunehmenden Verschlechterung der Luftqualität formuliert hatte, machte mehrfach keinen echten Unterschied. Oft erhielten die Petenten vom Wortlaut her nahezu die selbe Stellungnahme.

    Durch telefonische Nachfrage beim Eingabenausschuss war nun zu erfahren, dass der Ausschuss überlastet (gewesen) sei und dass bezüglich Barmbek-Nord 11 derart viele Eingaben aufgelaufen seien, dass es "schon mal ein bisschen standardisiert ablaufen" könne ...

    Da der Eingabenausschuss zudem keine eigenen Nachforschungen anstellt, sondern lediglich die Behörden um Stellungnahme bittet, scheint das Eingabeverfahren als Kontrollinstrument behördlichen Handelns nur eine begrenzte Wirksamkeit und Reichweite zu haben. Die Textbaustein-Stellungnahmen des Eingabenausschusses klingen in weiten Teilen wie Paraphrasen der Stellungnahmen des Bezirksamts Hamburg-Nord. Wie tragfähig wäre ein Verfahren, in dem die zu Kontrollierenden letzten Endes diese Kontrolle selbst durchführten?

    Annahme verweigert - Eingaben wurden zurückgewiesen
    Einige Anwohner waren über die Worthülsen in den Stellungnahmen enttäuscht und haben dann eine weitere Eingabe verfasst. Der Eingabenausschuss hat die Bearbeitung mehrerer solcher Eingaben verweigert, mit dem Hinweis, das Eingabeverfahren sei "abgeschlossen".

    Auch hier brachte eine telefonische Rückfrage Klarheit: Das Recht, per Eingabe eine Überprüfung behördlichen Handelns zu fordern und angehört zu werden, ist ein Grundrecht, das in Artikel 17 Grundgesetz verankert ist. Wenn eine Eingabe keine neuen Aspekte beinhalte, müsse sie nicht angenommen werden, teilt man uns mit. Sollten jedoch neue Punkte angesprochen werden, werde sie auch als Eingabe behandelt. Diese Antwort bestätigt unser Rechtsempfinden. Dennoch ist festzuhalten, dass mehrere Eingaben, die nachweislich neue Aspekte enthielten, zunächst trotzdem abgelehnt wurden.

    Nachdem diese Sensibilität im Ausschuss nun (wieder-)hergestellt zu sein scheint, sollten alle, deren Eingabe(n) abgelehnt wurde(n), diese noch einmal absenden. Eine Juristin des Eingabenausschusses riet dazu, Eingaben möglichst kurz und prägnant zu halten. Wir raten dazu, in einem ersten Satz klarzustellen, dass es sich um eine neue Eingabe zu einem neuen Aspekt handelt, zu dem bisher noch nicht Stellung genommen wurde.

    Jetzt eine Eingabe zu Barmbek-Nord 11 verfassen!
    Um eine Eingabe (früher "Petition" genannt) an den Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zu senden, nutzen Sie einfach dieses übersichtliche Formular: Eingabe online verfassen!

    28.05.15 Über 50.000 Unterschriften zur Rettung des Volksentscheids gesammelt. Initiator Manfred Brandt und andere haben nun noch rechtzeitig "nach altem Recht" zwei Volksinitiativen eingereicht. Jetzt gemeinsam mit Familie, Freunden und Bekannten unterschreiben! Diesen Beitrag kann wirklich jede/r leisten!
    Informationen und Unterschriftenlisten zu den Volksinitiativen "Rettet den Volksentscheid" und "Lex Olympia"
    15.05.15 Winterhude: Bezirksamt Nord genehmigt zu hohe Bauten - Am Grasweg in Winterhude hat der Bezirk Nord laut Abendblatt (heutige Ausgabe) gegen das Baurecht verstoßen, indem es einen Bauantrag mit zu hohen Geschosszahlen genehmigt hat. Schon wurden Fakten geschaffen, der Bau ist bereits in vollem Gange. Die Anwohner, die bereits frühzeitig auf den Missstand aufmerksam gemacht hatten, fühlen sich nun hintergangen. Laut Abendblatt soll es bereits in der Vergangenheit zahlreiche ähnliche Fälle gegeben haben, in denen geltendes Baurecht vom Bezirk Nord missachtet worden ist - das Nachsehen haben die Anwohner.
    14.05.15 Zeise-Platz in Altona: Bürohochhaus statt Sozialwohnungen! Immer, wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt 'ne neue Frechheit her: Wieder einmal wurde ein Bürgerbegehren ausgehebelt, diesmal im Bezirk Altona. 80 Wohnungen waren versprochen worden, nun kommt ein Bürogebäude für eine Werbefirma. Wie dreist die Sache ablief, berichtete bereits gestern der NDR. Aber lesen Sie selbst:
    Bürohochhaus statt Wohnungsbau in Altona
    13.05.15

    Endlich Probennahmen auf dem Gelände des Opernfundus!

    Auf das stete Drängen der Bürgerinitiative hin hat es vergangene Woche endlich eine erste Probennahme auf dem Gelände des Opernfundus gegeben. Die Betondecke wurde aufgebrochen, mittels eines Baggers wurde in den Schleppkanal gegraben und es wurden Proben genommen.
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    Immerhin, ein Anfang ist gemacht! Die Behörden haben lange Zeit nichts unternommen, weshalb viele Anwohner besorgt sind. Denn laut Bezirk Hamburg-Nord sollen die unterirdischen Bauwerke, deren Fundamente bis 18 Meter tief in den Boden reichen, "erheblich mit umweltgefährdenden Stoffen" belastet sein. Was genau da seit 70 Jahren im Boden schlummert, weiß anscheinend niemand so richtig. Diese erste Bohrung lief wohl geordnet und ohne Komplikationen ab. Das könnte ein gutes Zeichen sein, doch warten wir die Ergebnisse ab. Diese werden natürlich auch nur über den verhältnismäßig kleinen Bereich Aufschluss geben können, der jetzt beprobt wurde. Was sich unter den restlichen etwa 450 Metern befindet, wird man erst wissen, wenn auch dort gebohrt wird. Weitere Bohrungen sind aber seitens der BSU leider nicht geplant.

    Rettet den Volksentscheid in Hamburg! 10.05.15 Rettet den Volksentscheid in Hamburg!
    "Im Windschatten der geplanten Olympiabewerbung von Hamburg will die neue Hamburgische Landesregierung aus SPD und Grünen mit Unterstützung von CDU und AfD die direkte Demokratie in Hamburg aushebeln."
    Wenn Sie etwas dagegen haben, dann unterzeichnen Sie die Online-Petition. Es dauert weniger als eine Minute!
    Hier geht es zur Online-Petition zur Rettung des Volksentscheids.


    Frühlingshafte Stadtnatur: Apfelblüte im Mai im Dieselstraßenland. 09.05.15 Frühlingsimpressionen und hochauflösende Fotos aus dem Plangebiet
    Die Zeit der Apfelblüte, ein saftiges Mai-Grün und ein weiß-blauer Himmel luden dazu ein, einige frühlingshafte Eindrücke fotografisch festzuhalten.
    Wer um diese Zeit in den Gärten vorbeischaut, sieht eine Vielzahl von Vögeln balzen und brüten. Das allenthalben zu vernehmende Gezwitscher, Geflatter und Gehüpfe ist wahrhaft idyllisch. Die Schönheit dieser Naturoase inmitten des Backstein- und Asphaltdschungels muss man sich aber eigentlich 'live' anschauen. Es wäre wirklich traurig, wenn das alles einfach planiert werden sollte!
    Hier geht es zu den Fotos.
    07.05.15 Handzettel-Verteilung an der U-Bahn-Station Habichtstraße Mehrere Aktive der Bürgerinitiative Dieselstraßenland haben Anwohner vor dem Bahnhof Habichtstraße in einer Handzettel-Aktion über den Bebauungsplan Barmbek Nord 11 informiert. Abermals wurden diese interessiert angenommen, sodass bereits nach einer guten halben Stunde alle 300 Handzetzel verteilt waren.
    26.04.15 Handzettel-Verteilung beim Hanse-Marathon: Mitglieder der beiden Initiativen "Eden für Jeden" und "Dieselstraßenland" haben heute beim Hanse-Marathon gemeinsam Handzettel verteilt und Passanten und Schaulustige über den geplanten Kahlschlag zahlreicher Grünflächen in Hamburg (speziell in Barmbek) informiert. Beide Initiativen setzen sich für den Erhalt von Stadtnatur in der Hansestadt ein.
    Obwohl der Marathon dieses Jahr nicht so viele Menschen angezogen zu haben schien wie in den letzten Jahren, war das Interesse der Menschen groß, von denen die meisten gern einen Handzettel mitnahmen und interessierte Fragen stellten. Vor allem die zu erwartenden schädlichen Auswirkungen der Barmbeker Mammut-Bauprojekte auf das Stadtklima scheinen viele Menschen zu interessieren. Immer mehr Leuten scheint klar zu werden, dass die massiven Grünflächenverluste, die der Bezirk Hamburg-Nord herbeiführt, nicht nur diejenigen betreffen, die ihre Gärten verlieren, sondern alle Menschen, die die Hamburger Luft einatmen! Denn nicht nur in Barmbek sind die grünen Lungen bedroht - ganz Hamburg wird derzeit seiner Klimazonen und letzten Naturrefugien beraubt.
    07.04.2015 Wer in und um Barmbek wohnt oder aufgewachsen ist, kennt das Freibad Ohlsdorf. Jeden Sommer bietet das mit dem ÖPNV prima erreichbare Bad erschwinglichen Badespaß für Zigtausende. Der Bezirk will diese schöne Einrichtung dichtmachen und Wohnblöcke daraufsetzen. Eine Initiative möchte der infrastrukturellen Verarmung entgegenwirken und hat nun eine Petition gestartet. Machen Sie mit und helfen auch Sie dabei, das Freibad Ohlsdorf zu erhalten. Es dauert weniger als 1 Minute!
    Petition zum Erhalt des Freibades Ohlsdorf
    04.04.15 Stadtteilgespräch Barmbek-Nord am Mittwoch, 15.04.15 Thema: "Barmbeks neue Quartiere"

    Diskutiert wird der aktuelle Stand der Mammut-Bauprojekte Barmbek Nord 11 (Dieselstraße, Schlicksweg, Ivensweg, Wittenkamp, Steilshooper Straße, Langenfort), 42 (Hebebrand, "Eden für Jeden"). Themen werden sicherlich auch die mangelnde bzw. nicht vorhandene Bürgerbeteiligung, das Stadtklima, die Zunahme der Luftschadstoffe und die Verdrängung von Alteingesessenen sein.

    Am 15.04.15 um 19:00 Uhr im Gemeindesaal der Kirchengemeinde Nord-Barmbek, Tieloh 26.
    02.04.2015

    Ernüchternde Antworten

    Die Freie und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen hat am 26.03.15 über eine Kommunikationsfirma auf unsere Fragen geantwortet, die wir im Rahmen eines Gesprächs am 09.03.15 im Bürgerhaus Barmbek zwei Vertretern dieses Unternehmens gestellt hatten.
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    Die Antworten sind leider erwartungsgemäß ausgefallen: Die bisherige Planung des Bezirks wird gutgeheißen, die Kritik der Anwohner wird direkt oder indirekt als unerheblich gekennzeichnet. Was die Bedenken von Anwohnern angeht: Es soll so gebaut werden, wie der Bezirk es für richtig hält und kein Deut davon abgewichen werden.

    Unsere Vermutung, dass die so genannte 'vorhabenbegleitende Kommunikation' nicht auf einen inhaltlichen Dialog ausgerichtet ist, sondern vor allem das Ziel hat, die Bevölkerung zu beschwichtigen, um das fragwürdige Bauprojekt ohne große Widerstände durchzudrücken, sehen wir bestätigt.

    Dennoch enthält die Antwort der Kommunikationsfirma zumindest einige Neuigkeiten, die wir hier kurz berichten möchten. Die FHH lässt verbindlich verkünden:

    • Immerhin: Bis 30.06.15 werden die Sondierungsarbeiten auf dem Gebiet der ehemaligen Schiffbauversuchsanstalt beginnen. Es wird "Boden-Luftproben, Baggerschürfen oder auch Grundwassersondierungen" geben. Nach knapp 70 Jahren wird es aber auch Zeit!
      Eine der wichtigsten Forderungen der Bürgerinitiative war und ist, dass die "Flächen, deren Böden erheblich mit umweltgefährdenden Stoffen belastet sind" (FHH, Bebauungsplan Barmbek Nord 11, Karte der öffentlichen Auslegung vom 19.02.14) endlich auf ihren genauen Inhalt hin untersucht werden.

    • Die FHH weigert sich, stadtklimatische Wechselwirkungen abzuwägen. Das Verfahren sei "abgeschlossen".

    • Die FHH weigert sich, die zu erwartende Verschlechterung der Atemluft in angrenzenden Gebieten (Luftmessstation Habichtstraße - der 'Luftgully' von Hamburg) abzuwägen. Das Verfahren sei "abgeschlossen".
      Die Bürgerinitiative kritisiert, dass die Stadt den Kopf in den Sand steckt. Atemluft und Stadtklima betreffen alle Bürger und nicht nur das Plangebiet. An der Habichtstraße ist die schleichende Vergiftung tausender Barmbeker durch die katastrophalen Werte der Luftmessstation amtlich dokumentiert. Hier besteht dringend Handlungsbedarf! Wie kann es sein, dass die Verantwortlichen konsequent die Augen davor verschließen? Wieso unternehmen die Parteien nichts? Wo sind die Grünen, die noch vor weniger als einem Jahr die Luftschadstoffe an der Habichtstraße medienwirksam angeprangert haben? Wieso haben sie das Thema fallen gelassen und winken nun sogar 'Barmbek Nord 11' durch, von dem anzunehmen ist, dass es zu einer weiteren Verschlechterung der Luftqualität beiträgt?

    • Auf dem gesamten Areal von 10,4 Hektar Größe wird der Erhalt von 4 Bäumen in Aussicht gestellt. Das bedeutet, dass etliche hundert Bäume gefällt werden sollen. Allerdings wird auch die Verschonung dieser 4 Bäume nicht garantiert: Der Erhalt sei abhängig "vom Kampfmittelsondierungs-/ Rückbaukonzept".

    • Für Baufeld 1 gibt es mit dem Bauverein der Elbgemeinden einen Investor. Dort (v.a. BU-Sportplatz) sollen durch eine Genossenschaft 186 Wohnungen entstehen, davon 1/3 im 1. Förderweg, 2/3 im zweiten. Es werden auch einige Jugendwohnungen gebaut.
      Mehrere Anwohner hatten im Bezirk darum gebeten, über Verhandlungen über Vorabgenehmigungen informiert zu werden. Auf diese per Einschreiben zugestellten Anfragen haben sie auch nach mehreren Wochen noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung erhalten, obwohl sie ausdrücklich darum gebeten hatten.

    • Die Bitte der Initiative, über Verhandlungen mit Investoren zeitnah und umfassend informiert zu werden, wird von der FHH hoffentlich ernstgenommen: "Es wird aktuell geprüft, ob die Information über Baugenehmigungen über die kommende Internetseite erfolgen kann", heißt es im Antwortschreiben.
      Wir möchten zeitnah über Verhandlungen informiert werden, nicht nur über bereits erteilte Genehmigungen, damit uns der Rechtsweg nicht verstellt oder verkürzt wird. Ein Normenkontrollverfahren ist erst möglich, wenn der Bebauungsplan "festgestellt" ist. In der Vergangenheit war es oft so, dass ganze Bebauungspläne mit lauter einzelnen Vorweggenehmigungen umgesetzt wurden, ohne dass der jeweilige B-Plan je festgestellt wurde. Betroffenen wurde dadurch die Möglichkeit genommen, den Rechtsweg zu beschreiten.

    • Eine Revision der geplanten Bebauung, auch in einzelnen Aspekten, wird kategorisch abgelehnt, mit dem Hinweis, Anregungen seien vor dem 9.10.14 möglich gewesen und das Verfahren sei inzwischen abgeschlossen.
      Wir haben solche Anregungen gemacht, auch schon zu viel früheren Zeitpunkten! Leider haben sie überhaupt keine Berücksichtigung gefunden. Unsere Kritik, dass Anregungen eben nicht möglich waren bzw. durch den Bezirk konsequent und in vollem Umfang abgelehnt wurden, wurde erneut ignoriert. Wir stellen fest, dass eine Abwägung, die diese Bezeichnung auch nur halbwegs verdient, in unseren Augen nicht stattgefunden hat.

    27.03.2015

    Trotz erfolgreichem Bürgerbegehren: Gärten am Hebebrand sollen planiert werden

    Die Bezirksversammlung hat am 19.03.2015 den Bebauungsplan 42 (Hebebrandquartier) mit den Stimmen von SPD, Grünen und CDU beschlossen. Lediglich die Abgeordneten der Parteien DIE LINKE und PIRATEN stellten sich auf die Seite derjenigen, die für den Erhalt der Grünflächen in Barmbek sind. Damit haben sich die Altparteien gegen die Stimmen von über 10.000 Einwohnern des Bezirks Nord gewendet, die sich in einem Bürgerbegehren gegen die Planierung der Grünflächen ausgesprochen hatten.
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    Das Bürgerbegehren war zunächst für ungültig erklärt worden, die Initiative 'Eden für Jeden' war daraufhin für die Bürgerrechte vor Gericht gezogen. Die Sache ging bis vor das Oberverwaltungsgericht, das schließlich gegen die Bürger entschied und das Bürgerbegehren endgültig kippte. Dass die Altparteien den Bebauungsplan dann gegen alle Argumente durchboxen würden, war von vornherein allen Beobachtern klar. Das Protokoll zur Sitzung der Bezirksversammlung wird hoffentlich bald hier zu finden sein.

    Die Parallelen zum Bebauungsplan "Barmbek Nord 11" (Dieselstraße, Schlicksweg, Steilshooper Straße, Wittenkamp, Ivensweg, Langenfort) sind mehr als deutlich: Auch hier werden alle Argumente und gesundheitlichen Bedenken de facto ignoriert, die FHH möchte offenbar um jeden Preis so schnell wie möglich bauen - wobei das 'Wie' keine wirkliche Rolle zu spielen scheint. "Hauptsache viel und schnell" scheint das Motto zu sein. Die Menschen, die in Barmbek wohnen, sind anscheinend nicht so wichtig. Luftverpestung, Verkehrszunahme, Atemwegserkrankungen, Entwicklungsschäden bei Kindern, Lärm, Hitzeinsel-Effekte, die Vernichtung der letzten Naturflächen sowie geschützter Tierarten scheinen Güter zu sein, die man einfach so opfern kann, ohne über Alternativen nachzudenken. Dabei liegen diese Alternativen vor, man müsste sie sich nur einmal anschauen.

    Donnerstag, 19.03.2015, 18:00 Uhr: Sitzung der Bezirksversammlung in der Robert-Koch-Straße 17! Die Bezirksversammlung will heute über die Baupläne im Hebebrandquartier entscheiden. Gehen auch Sie hin, der Eintritt ist frei, und erleben Sie ein wunderbar-schauriges Schauspiel. Trotz erfolgreichem Bürgerbegehren und zahlreicher kaum widerlegbarer Argumente werden die großen Parteien sicherlich wieder eine Verneigung vor den Investoren machen, alle Argumente und Bürgerinteressen ignorieren und allen Barmbekern eine weitere Grünfläche wegplanieren, um teure Neubauten draufzuklatschen, wodurch der Mietenspiegel in die Höhe schießt und Alteingesessene verdrängt werden.

    Das sollen sie wenigstens nicht unter sich, sondern in aller Öffentlichkeit tun. Darum kommen auch Sie zur heutigen Sitzung der BV und nehmen Sie Ihre demokratischen Grundrechte wahr!

    Eine Anwohnerin im Interview mit dem BILD-Reporter. Kleingärtner, Bürgerinitiative Dieselstraßenland Am Montag, 09.03.2015 ist in BILD Hamburg ein Artikel über den Bebauungsplan Barmbek Nord 11 erschienen. Der Autor Mike Paßmann hat in unseren Augen einen prima Job gemacht, war gut vorbereitet, hat viel Zeit mitgebracht, zahlreiche Fragen gestellt und wirkte dabei aufrichtig interessiert.

    Der Artikel sei eigentlich umfangreicher angelegt gewesen, musste aber aus Platzgründen stark gekürzt werden, wie uns Herr Paßmann mitteilte. Hier geht's zum BILD-Artikel.


    08.03.2015

    Gentrifizierung und Mietsteigerungen durch "Barmbek Nord 11"

    Wissenschaftliche Studie bestätigt: Bei Umsetzung von "Barmbek Nord 11" würde es zu massiver Verdrängung und Zerstörung der Sozialstruktur kommen.
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    Der Bebauungsplan Barmbek Nord 11 führt zur Gentrifizierung und zu einer Verdrängung der bisherigen Anwohner Eine vom Bezirk Nord in Auftrag gegebene Studie ("Endbericht Plausibilitätsprüfung zu möglichen Sozialen Erhaltungsverordnungen für ausgewählte Bereiche in Barmbek-Nord und Barmbek-Süd") hat untersucht, in welchen Teilen Barmbeks die Gefahr von Verdrängung der angestammten Bevölkerung durch geplante Neubebauung besonders hoch ist. Das sehr sorgfältig und professionell erstellte Gutachten stammt aus der Feder der Firma "Analyse & Konzepte".

    Ganz Barmbek Nord und Süd wurden für die Untersuchung in 38 Teilstücke aufgeteilt. Gerade für Barmbek Nord, also die Gegend in und um das Plangebiet "Barmbek Nord 11", kommt die umfangreiche Studie zu dem Schluss, dass dort die Gefahr von Verdrängung der angestammten Bevölkerung besonders hoch ist:

    "Speziell in Barmbek-Nord, im Bereich östlich der Steilshooper Allee [gemeint ist die Steilshooper Straße, Anm. d. BI Dieselstraßenland], leben vermehrt Personengruppen, die gefährdet sind, bei Mietsteigerungen verdrängt zu werden", heißt es im Gutachten auf Seite 20. Laut Gutachten wird es hier zu erheblichen Verdrängungsprozessen kommen, sobald ein Verdrängungsdruck hinzukommt. Ein solcher Verdrängungsdruck entsteht vor allem durch "Neubauplanungen und -aktivitäten, bestehende höherwertige Neubauten, Veränderungen in der Infrastruktur und im Wohnumfeld" (S. 14).

    Und genau hier - im am stärksten von negativen Prozessen der Verdrängung bedrohten Gebiet von ganz Barmbek !! - will der Bezirk das Mammutprojekt 'Barmbek Nord 11' durchdrücken. Wieso gibt der Bezirk viel Geld für teure Gutachten aus und missachtet dann die Ergebnisse, indem genau in dem Gebiet, auf dem eine Bebauung aus soziostruktureller Sicht die schädlichsten Folgen haben wird, eines der größten Bauprojekte lanciert wird? Luftverschmutzung, Giftmüll, Zerstörung der Sozialstruktur; wer trifft da eigentlich die Entscheidungen? Was ist los in Stadtentwicklungsausschuss und Bezirksversammlung? Werden die teuren Gutachten nur in Auftrag gegeben oder werden sie auch gelesen?

    Die Bürgerinitiative hat von Anfang an vor Gentrifizierung gewarnt. Nun werden auch diese Befürchtungen durch ein wissenschaftliches Gutachten bestätigt.

    06.03.2015

    Bäume auf dem BU-Platz kartiert - Umfangreiche Baumfällungen ab 1.10.2015 geplant

    Am Freitag, 6.3.15 hat sich eine kleine Abordnung der Ini mit Erlaubnis des Platzwarts auf das Gelände von BU begeben und hat die Bäume kartiert, die sich auf dem Gelände befinden.
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    Alte Bäume auf dem Gelände von BU, östlich des Platzes, in einem herrlich verwilderten Grünstreifen hinter der Gästetribüne Allein an der Ostseite des Platzes, hinter der Gästetribüne, stehen 21 alte Laubbäume . Neben Pappeln und Weiden sind dort auch einige heimische Arten, die sonst nicht so häufig anzutreffen sind. Der größte Baum ist allerdings eine Pappel, deren Stamm einen Durchmesser von beachtlichen 131 cm aufweist. Dieser weithin sichtbare Baum ist prägend für die 'Skyline' unseres Viertels. Vor allem den Bewohnern vom Ivensweg, vom kleinen Wittenkamp, von der Steilshooper Straße zwischen Wittenkamp und Habichtstraße, von Teilen des Schlickswegs sowie vom mittigen Teil der Dieselstraße dürfte der Anblick dieses alten Riesen, der alles überragt, wohlvertraut sein.

    Warum die Kartierung? Uns ist zu Ohren gekommen, dass ab 1.10.2015 umfangreiche Baumfällungen auf dem BU-Gelände geplant sind. Wir möchten der Gefahr vorbeugen, dass alte Bäume gefällt werden. Bekanntlich hat der Bezirk ja nur 3 (!) Bäume auf dem gesamten Plangebiet als erhaltenswert eingestuft. (Dazu kommen massive weitere Baumfällungen außerhalb des Plangebiets. So sollen wahrscheinlich auch fast alle Straßenbäume an der Dieselstraße fallen.) Wir möchten nicht tatenlos zusehen, wenn unsere Heimat vor unserer Nase umgepflügt wird.

    Auf dem alten BU-Platz, dem Baufeld 1, stehen viele schöne Laubbäume, die die Luft reinigen und die unbedingt erhalten werden müssen. Wie man als Bürger Baumfällungen erfolgreich verhindern kann, wenn die Motorsägen anrücken, das ist auf der Website des NABU nachzulesen: Hingehen, Genehmigung zeigen lassen. Im Zweifel die Polizei rufen. Dicht beim bedrohten Baum bleiben. Wie gut das funktioniert, zeigt das aktuelle Beispiel aus Steilshoop, wo Anwohner nicht lange gefackelt haben und erfolgreich eingeschritten sind!

    Drei Kastanien in Eppendorf als Symbol für das Verhältnis von Einwohnern und Bezirk - Wie schnell Fakten geschaffen werden, selbst wenn man aufpasst, zeigt das Beispiel der drei Kastanien in Eppendorf. Eines morgens lagen sie einfach da - trotz breiter Proteste von Anwohnern. In 'unserem' Revier geht es nicht um drei, sondern um mehrere hundert Bäume. Da gibt es auch dann noch Chancen, das Schlimmste zu verhindern, wenn Bauherr und Behörde sich offenbar einig sind, dass alles ganz schnell gehen soll. Diese Einigkeit scheint im Bezirk Nord zu bestehen, wenn ein Gutachten, das erst am Donnerstagabend um 17 Uhr vorgelegen haben soll, bereits lange vor 7 Uhr am Freitagmorgen vom Bezirk Nord geprüft worden und daraufhin eine Fällgenehmigung erteilt worden ist... Wie man es dreht und wendet: Es entsteht leider der Eindruck, der Bezirk stehe den Interessen einzelner Investoren näher als den Interessen hunderter oder gar tausender Bürger. Mit welcher Deutlichkeit das in Eppendorf der Fall war, das ist traurig. Die Kastanien hätten problemlos erhalten werden können. Aber es geht hier um noch mehr als diese Kastanien. Die Kastanien sind ein Symbol für den Umgang der Verwaltung mit den Menschen und ihren Interessen. Das muss sich ändern.

    Im Fall von Barmbek Nord 11 könnten wir Ähnliches erleben. Gleich mehrere bezirksnahe Quellen haben uns unabhängig voneinander sinngemäß mitgeteilt, die Umsetzung sei 'politisch beschlossen und gewollt' und man werde auf Einwände und Widerstände von Anwohnern keine Rücksicht nehmen, wie berechtigt diese auch sein mögen. Das hatten wir allerdings schon am 25.09.14 vermutet, als wir vor dem Stadtentwicklungsausschuss gesprochen hatten. Obwohl die Anwesenden inhaltlich auf etliche unserer vorgetragenen Kritikpunkte nicht hatten antworten können, fanden sie es doch in Ordnung, der Bezirksversammlung sofort im Anschluss zu empfehlen, dem Bebauungsplan unverändert zuzustimmen. Schizophrenie? Nein, anscheinend Normalität im Bezirk Nord.

    Bürgerinformation am 02. März 2015 im Schlicksweg 02.03.2015 Handzettel-Aktion im Schlicksweg

    Teilnehmer der Bürgerinitiative haben sich heute morgen mit einem Transparent im Schlicksweg aufgestellt und Passanten, die auf dem Weg zur Arbeit waren oder ihre Kinder in den Kindergarten brachten, über Aspekte der geplanten Bebauung informiert.

    Ein bisschen Regen und Wind haben dabei kaum gestört. Es ist zu vielen freundlichen Gesprächen gekommen. Binnen eineinhalb Stunden waren alle Handzettel verteilt!



    Das Wochenblatt berichtet über unterirdische Altlasten im Gebiet des Bebauungsplans Barmbek-Nord 11, über Luftveschmutzung und infrastrukturelle sowie stadtklimatische Probleme der bisherigen Planung 25.02.2015 Wochenblatt-Artikel über Barmbek-Nord 11 - Die Journalistin Christina Busse hat einen lesenswerten Artikel über das Vorhaben verfasst und dabei mehrere fragwürdige Aspekte übersichtlich dargestellt. Der Beitrag hat es auf die Titelseite geschafft.
    Thematisiert werden die Altlasten, die Luftbelastung und auch die stadtklimatischen Wechselwirkungen mit anderen Projekten wie dem Hebebrandquartier, die von Seiten der Planer anscheinend überhaupt nicht berücksichtigt wurden. Der Artikel beinhaltet mehrere Statements der Bürgerinitiative Dieselstraßenland und einen Verweis auf unsere Website.
    Hier geht es zum Wochenblatt-Artikel!

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    Bürgerinitiative Dieselstraßenland bei Twitter!


    Treffen der Bürgerinitiative am Montag, 16.02.2015 um 18:30 Uhr.
    Das NDR Hamburg-Journal zu Besuch im Dieselstraßenland 15.02.2015: Der Beitrag des NDR lief gestern im Hamburg-Journal und ist nun online auf den Seiten des NDR abrufbar: Hier geht es zum Videobeitrag des NDR über "Barmbek Nord 11".

    Sonnabend, 14.02.15, 19:30 Uhr: BI Dieselstraßenland im NDR Hamburg-Journal!
    Der NDR war da, hat in den Gärten am Ivensweg sowie am Wendebecken gefilmt und berichtet am Samstagabend als Teil des Hamburg-Journals in einem zweieinhalbminütigen Beitrag über Altlasten unter den Hallen des Opernfundus. Ursprünglich sollte der Beitrag schon am Mittwochabend ausgestrahlt werden, es wurde auch schon auf der NDR-Homepage so angekündigt. Nun wird er wohl erst am Sonnabend gesendet, wie der Beitragsautor, Ole Neugebauer, uns mitteilte.
    11.02.2015: BI Dieselstraßenland im Wochenblatt - Nun ist der Artikel über die 'ausgefallene' Bezirksversammlung doch noch in die Print- Ausgabe des Barmbeker Wochenblatts gekommen. Ein großes Foto zeigt neben den Aktiven von 'Eden für Jeden', um deren Sache es bei dem Termin am 27.1. ging, auch ein paar Leute von unserer Ini samt einiger unserer schönen Transparente, auf denen sogar die www-Adresse prima lesbar ist.
    28.01.2015

    Teilerfolg für 'Eden für Jeden'

    ...mit einem bitteren Beigeschmack, was das politische Gebaren im Bezirk Nord angeht.
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    Die Sitzung der Bezirksversammlung fällt aus Man war zwar überrascht, aber es passte irgendwie zu vielem, was man vorher schon im Bezirk erlebt hatte: Ein einfacher A4-Ausdruck verkündete lapidar, die für den 27.01.15 anberaumte Sitzung falle aus. Keine Begründung. Keine Unterschrift. Keiner da.

    Gemeinsam mit zahlreichen Aktiven aus den Bürgerinitiativen - allen vorweg natürlich Eden für Jeden, um deren 'Pergolenviertel' es bei der außerordentlichen Bezirksversammlung eigentlich hätte gehen sollen - standen auch einige Politiker von DIE LINKE und PIRATEN zunächst etwas ungläubig vor dem Tor des Versammlungsorts in der Robert-Koch-Straße 15.

    Bürger mit Plakaten: Protest vor dem Bezirksamt Nord Von unserer BI Dieselstraßenland waren 10 Leute vor Ort, um die Sache von 'Eden für Jeden' zu unterstützen und Solidarität zu demonstrieren. Für alle Fälle hatten wir zwei Transparente mitgebracht, die dann doch noch zum Einsatz kamen, als das Wochenblatt Fotos machte und einige von uns gemeinsam mit Leuten von EfJ abgelichtet wurden. Der Artikel hat es leider nur in die Online-Ausgabe Eppendorf geschafft.

    Anschließend ging es in den eigentlich für die Versammlung vorgesehenen Saal, den wir tatsächlich verlassen vorfanden, abgesehen von einer ob unseres Erscheinens leicht verdutzten Reinigungskraft.

    Die etwa 70 Bürger, die mit in die kleine Aula der Nikolaischule gekommen waren, führten daraufhin symbolisch eine Bürgerabstimmung durch, bei der der B-Plan 42 einstimmig, ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen, abgelehnt wurde.

    Menschen, die sich für den Erhalt von Grünflächen und Stadtnatur, aber auch für demokratische Gepflogenheiten engagieren. Für 'Eden für Jeden' bedeutet dies alles indes einen Etappensieg: Da laut Kleingartenverordnung die Kündigung für Kleingärten immer bis zum 3. Werktag im Februar (mit Wirkung zum 30.11. des selben Jahres) ausgesprochen werden muss und die Bezirksversammlung aufgrund einer erneuten Beschwerde von EfJ gegen den Gerichtsbeschluss vom 16.01.15 vorher nicht erneut zur Abstimmung über den B-Plan 42 zusammentreten kann, haben die tapferen Widerständler von EfJ ein Jahr Aufschub erhalten.

    Zeit, um einmal durchzuatmen, um dann mit neuer Kraft entschlossen den Kampf für den Erhalt einer von Hamburgs grünen Lungen weiterzuführen. Dass dies nur unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel möglich war und nun noch ein solch' sonderbares Verhalten des Bezirks deutlich wird, verleiht der ganzen Angelegenheit aus demokratischer Sicht einen bitteren Beigeschmack. Der Bezirk Nord bekleckert sich in diesen Jahren nicht eben mit Ehre.

    Eine anberaumte Sitzung der Bezirksversammlung kann eigentlich nicht einfach abgesagt werden. Es gab auch keinen Grund, diese Sitzung ausfallen zu lassen. Das Gericht hatte schließlich nicht die Sitzung der Bezirksversammlung untersagt, sondern lediglich, dass die Versammlung über den B-Plan abstimmen durfte. Es war klar, dass viele Bürger zu dem Termin kommen würden, da eine Bürgerfragestunde vorgesehen war. Es war keine schöne Geste, die Menschen einfach draußen stehen zu lassen und dies über einen anonymen Zettel zu kommunizieren. Das erweckt den Eindruck, dass sich die Verantwortlichen nicht für die Bürger und deren Belange interessieren.

    Außerordentliche Sitzung der Bezirksversammlung am Dienstag, 27.01.15, 16:30 Uhr in der Robert-Koch-Straße 15 (Aula der Grundschule St. Nikolai) betreffs Pergolenviertel / Eden für Jeden!
    Wie bereits berichtet, wurde das Bürgerbegehren von EfJ gekippt. Demokratische Prinzipien sind ausgehebelt worden. Kommt alle zum außerordentlichen Termin der BV! EfJ braucht jetzt jede erdenkliche Unterstützung durch größtmögliche Öffentlichkeit. Es ist aber auch wichtig, dass wir als Bürger Präsenz zeigen und mitbekommen, was die Politiker dort sagen, da es um unser aller Rechte geht! Alle interessierten Hamburger sind herzlich eingeladen und sollten sich das nicht entgehen lassen. Die Veranstaltung ist öffentlich. Mal sehen, ob bestimmte Verantwortliche es tatsächlich fertig bringen, vor zig oder gar hunderten von Bürgern die berechtigten Einwände ihrer Wähler zu ignorieren und den B-Plan 42 ebenso gegen die Bürgerinteressen durchzuwinken wie dies schon bei BN-11 der Fall war... Hoffentlich ist die Lokalpresse zugegen! Wir werden hier definitiv berichten.

    16.01.2015

    Rückschlag für die Demokratie

    Das Bürgerbegehren von Eden für Jeden ist nun offenbar 'kassiert' worden.
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    Per einstweiliger Verfügung hatten die tapferen Grünflächenbeschützer noch im Dezember erwirkt, dass die Bezirksversammlung nicht über den B-Plan des 'Pergolenviertels' abstimmen durfte. Am 16. Januar entschied dann das Gericht, dass das mit gut 10.000 Unterschriften mehr als erfolgreich verlaufene Bürgerbegehren von EfJ ungültig sei, da die Bezirksversammlung als Organ des Senats an dessen Weisungen gebunden sei.

    Da ein Bürgerbegehren sich aber immer auf Angelegenheiten des Bezirks bezieht, bedeutet das de facto, dass Bürgerbegehren gegen Bebauungspläne in Hamburg prinzipiell unmöglich sind! Bürger haben also keine Möglichkeit, ihre eigentlich verfassungsmäßig garantierten Rechte geltend zu machen. Die Alternative wäre ein Volksbegehren, d.h. in ganz Hamburg müssten Bürger für die Angelegenheit eines einzelnen Bezirks mobilisiert werden. Das ist vollkommen unrealistisch und keine Lösung. Der Verein Mehr Demokratie e.V. kritisiert das Urteil des Hamburger Verwaltungsgerichts entsprechend. Der Senat aber wird sich doch angesichts der Hilflosigkeit seiner Bürger nicht etwa ins Fäustchen lachen?

    Dass man bereit ist, für die Durchsetzung von Bebauungsplänen die Stimmen von über 10.000 Bürgern einfach zu ignorieren, wirft kein wirklich gutes Licht auf die Verantwortlichen. Wie lange werden die Hamburger sich so etwas gefallen lassen? Am 15. Februar ist Bürgerschaftswahl!

    Informationsplakat der Bürgerinitiative Dieselstraßenland zu Barmbek Nord 11: Luftverschmutzung und Altlasten 14. & 16.12.2014 Auf zwei Infoveranstaltungen informierte die Bürgerinititative alle interessierten BürgerInnen von Barmbek Nord über die unglaubliche Luftverschmutzung im Stadtteil und die Pläne der Stadt, das "Dieselstraßenland" - die letzte große grüne Lunge im Stadtteil - zu planieren.

    Die Resonanz hat uns freudig überrascht. Mit so vielen derart engagierten BesucherInnen hatten wir wirklich nicht gerechnet. Das macht deutlich, welches Kraftpotential in Barmbek Nord noch entfaltet werden kann!




    9.10.2014

    Bezirksversammlung stimmt über den Bebauungsplan Barmbek Nord 11 ab

    Der Plan wird gegen alle Einwände von Anwohnern ohne jegliche Änderung beschlossen. SPD, GRÜNE, CDU, FDP, PIRATEN und AFD stimmen dafür - einzig die LINKE spricht sich dagegen aus.
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    Abstimmungsergebnis der Bezirksversammlung Hamburg Nord zum Bebauungsplan Barmbek Nord 11 Damit steht fest, dass Argumente von Anwohnern keinen Einfluss auf Entscheidungen des Bezirks haben. Das stimmt umso trauriger, als die vom Bezirk geplante Bebauung so ziemlich die schlechteste Lösung darstellt, die man sich für das Gebiet vorstellen kann.









    27.09.2014

    Fraktionszwang geht über Argumente und Interessen der Bürger

    SPD, CDU und Grüne nehmen Einwände der Bürger 'zur Kenntnis' und ignorieren sie bei der Entscheidung: Der Bebauungsplan "Barmbek Nord 11" wird trotz über 2300 Zetteln mit Bürger-Einwänden ohne jegliche Änderung im Stadtentwicklungsausschuss durchgewinkt. Viele Bürger fühlen sich von der Bezirkspolitik übergangen.
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    Das Sitzungsgebäude in der Robert-Koch-Straße Bebauungsplan durchgewinkt
    Am Donnerstag, 25.09.2014 tagte der Stadtentwicklungsausschuss im Großen Sitzungssaal des Bezirksamts Hamburg-Nord in der Robert-Koch-Straße 17. An diesem Tag sollte der Bebauungsplan Barmbek Nord 11 vorverabschiedet werden - und wurde es auch.

    "Ein abgekartetes Spiel", erboste sich nach der Sitzung ein Bürger. Zuvor hatten zahlreiche Betroffene vor dem Ausschuss gesprochen und ihre Bedenken bezüglich der geplanten Bebauung dargelegt. Themen waren unter anderem die geplante Rodung von über 200 alten Obstbäumen, die zunehmende Feinstaubbelastung in dem dicht besiedelten und verkehrsreichen Gebiet, die unter den Hallen der ehemaligen Schiffbauversuchsanstalt vermuteten Altlasten, die starke Verschattung neuer und alter Gebäude durch die geplanten Geschosshöhen sowie die ungenügende Anzahl Parkplätze, die schon jetzt von vielen Anwohnern als problematisch angesehen wird und die sich durch mehrere hundert zusätzliche Autos der zukünftigen neuen Nachbarn noch verschlechtern dürfte.

    Einwände ignoriert
    Nachdem die zahlreichen Argumente zwar angehört worden waren, aber augenscheinlich nicht den geringsten Einfluss auf die Meinungsbildung der meisten der anwesenden Abgeordneten hatten, fühlten sich zahlreiche Bürger wie vor den Kopf gestoßen. Denn nachdem Frau Sp. von den Grünen, die den Vorsitz hatte, gegen 19:30 Uhr die Diskussion beendet hatte, ging alles ganz schnell: Alle Abstimmungsberechtigten von SPD, Grünen und CDU stimmten dem Plan in seiner bisherigen - und von zahlreichen Anwohnern stark kritisierten - Fassung einstimmig zu, womit der Bebauungsplan in seiner derzeitigen katastrophalen Fassung nun der Bezirksversammlung zur Verabschiedung empfohlen wird. Die Abstimmungsberechtigten von LINKE und PIRATEN stimmten zwar geschlossen gegen den Plan, konnten aber aufgrund der geringeren Anzahl an Sitzen die Entscheidung nicht beeinflussen.

    Bürger hatten kaum Zeit, sich zu informieren
    Da die Tagesordnungspunkte der öffentlichen Sitzung erst 4 Werktage vor dem Termin bekanntgemacht worden waren, war es für betroffene Bürger nahezu unmöglich, das umfangreiche Dokument durchzuarbeiten, das nicht nur in gebündelter Form eine Sammlung aller Einwände der Bürger enthält, sondern auch zu jeder Einwendung eine Stellungnahme des Bezirks (im Dokument selbst 'Abwägungsvorschlag' genannt). Die politischen Aktivitäten mitzuverfolgen und sich im demokratischen Sinn mit einzubringen, wird auf diese Weise fast verhindert.

    Dass die Bürgerinitiative davon erfuhr, dass überhaupt über den B-Plan Barmbek-Nord 11 abgestimmt werden sollte, ist einzig dem Umstand zu verdanken, dass wir seit Monaten in Abständen weniger Tage immer wieder in den öffentlichen Datenbanken nachgeschaut und zuletzt auch schriftlich beim Bezirksamt nachgefragt haben! Erst auf unsere Anfrage hin erfuhren wir 4 Tage vor dem Termin, dass 'BN11' am 25.9. auf der Tagesordnung stand. Dazu teilte uns Herr B. vom Bezirksamt per E-Mail sinngemäß mit, dass wir dort keine Möglichkeit hätten, unsere Bedenken vorzutragen - eine Aussage, die sich jedoch als unwahr erwies, da die Tagesordnung eine 'aktuelle Bürgerfragestunde' vorsah, und da darf bekanntlich jeder Einwohner des Bezirks Nord sprechen.

    Obwohl wir 'nebenbei' auch unserer Erwerbsarbeit nachgehen müssen, ist es gelungen, kurzfristig immerhin einige Anwohner zu mobilisieren. So fanden sich am 25.9. um 17:30 Uhr etwa 40 interessierte Bürger und Anwohner im Großen Saal des Bezirksamts HH-Nord ein, um der fast klammheimlich erscheinenden Verhandlung über die Zustimmungsempfehlung zum Bebauungsplan 'Barmbek Nord 11' entgegenzuwirken und ihre Einwände vorzutragen.

    Einwände 'zur Kenntnis genommen'
    Die Redner reagierten auf die so genannten 'Abwägungsvorschläge' des Bezirks zu den über 40 Widerspruchsgründen der Bürger. In der Stellungnahme des Bezirks zu den Widerspruchsschreiben von Bürgern, die bis zum 24.03.2014 (Ende der Auslegungsfrist) im Bezirksamt eingegangen waren, werden nämlich die meisten dieser Widerspruchsgründe schlicht 'zur Kenntnis genommen'. Das bedeutet im Klartext, dass der Bezirk das jeweilige Argument nicht entkräften kann, es aber auch nicht berücksichtigen möchte! Dem entspechend schlägt der 'Arbeitsausschuss II', der für die Antworten auf die Einwände der Bürger verantwortlich zeichnet, auch vor, den Plan - genau so, wie er gerade ist - zu verabschieden, ohne auch nur ein Deut das zu berücksichtigen, was die Bürger eingewendet haben. Der Katalog der Widerspruchsgründe ist unter Dokumente zu finden.

    'Bürgerbeteiligung' ist eine Farce
    Ähnlich wie im Fall des 'Pergolenviertels' können nun auch wir bestätigen, dass die so genannte 'Bürgerbeteiligung' als reine Farce erscheint: Die Bürger dürfen Vorschläge machen, Einwände vorbringen und sich ein wenig abreagieren - aber Änderungen zieht das nicht nach sich, sondern es wird so oder so das beschlossen, was scheinbar von Anfang an beschlossene Sache gewesen ist.

    Für ein lebenswertes Barmbek Nord
    Weitere Schritte unsererseits werden folgen. Auch wenn und unsere Stimmen offenbar nicht gehört werden, werden wir das, was uns als Willkür erscheint und so offensichtlich gegen die Interessen der Bürger gewandt ist, nicht hinnehmen und uns Gehör verschaffen. Denn wir sind es, die Feinstaub und Stickstoffdioxid einatmen müssen und dadurch früher sterben. Wir sind es, deren grüne Lunge komplett dem Erdboden gleichgemacht werden soll, deren Kinder im schon bald am zweitdichtesten besiedelten Stadtteil Hamburgs spielen sollen. Wir sind es, die statt auf Gärten bald auf Häuserwände blicken, durch verschattete Straßenschluchten gehen und abends keinen Parkplatz finden sollen. Wir sind es, die möglicherweise unmittelbar neben unterirdischen Altlasten wohnen, zu deren Aufarbeitung Stadt und Bezirk keine konkreten Aussagen treffen.

    Wir machen uns nicht nur Sorgen, sondern wir alle sind jetzt schon massiv von diesen Dingen betroffen. Wir werden uns sehr ins Zeug legen, um das alles zu verhindern. Wir kennen unseren Stadtteil und haben konkrete Vorstellungen von sinnvolleren Alternativen zu 'Barmbek Nord 11'. Unser Ziel ist und bleibt ein lebenswertes Barmbek Nord.

    Aktuelle Meldungen der Bürgerinitiative


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